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«Für die Hilfswerke ist das ein Frust»

Andreas Goerlich ist seit August im Nordirak, um Flüchtlingshilfe zu leisten. Der ehemalige reformierte Pfarrer von Pfungen berichtet aus Dohuk. Er erklärt, warum die Offensive gegen Mosul noch keine Flüchtlingsströme auslöst.

Flüchtlinge aus Mosul an einem Kontrollpunkt in Qayyarah, etwa 50 Kilometer südlich der Stadt. Laut UNO und Hilfsorganisationen wie Khaima von Pfarrer Goerlich hat seit Beginn der militärischen Operation erst ein kleiner Bruchteil der geschätzten 1 Million festsitzenden Menschen die Flucht geschafft.
Flüchtlinge aus Mosul an einem Kontrollpunkt in Qayyarah, etwa 50 Kilometer südlich der Stadt. Laut UNO und Hilfsorganisationen wie Khaima von Pfarrer Goerlich hat seit Beginn der militärischen Operation erst ein kleiner Bruchteil der geschätzten 1 Million festsitzenden Menschen die Flucht geschafft.
Keystone

Wie geht es Ihnen, seit die Rückeroberung Mosuls begonnen hat? Danke, mir geht es den Umständen entsprechend gut. Der Galgenhumor hat Überhand.

Sie sind in Flüchtlingscamps in Erbil tätig und leben in Dohuk. Beides etwa 50 Kilometer Luftlinie von Mosul entfernt.Haben Sie Angst? Im Augenblick spürt man hier noch nichts davon, ausser dass ich in der Woche der Kriegsvorbereitungen nicht nach Erbil reisen konnte. Ich habe bis jetzt weder Angst noch Unsicherheitsgefühle. Dass jedoch IS-Sympathisanten irgendwo losschlagen, wie vor einigen Tagen in Kirkuk, muss jederzeit befürchtet werden.

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