Neftenbach

Für eine Shisha-Bar bräuchte es mehr Parkplätze

Der erste Versuch, eine Shisha-Bar in Neftenbach einzurichten, scheiterte. Vielleicht klappt es im zweiten Anlauf.

Wasserpfeifenrauchen ist bei Jugendlichen sehr in Mode.

Wasserpfeifenrauchen ist bei Jugendlichen sehr in Mode. Bild: Shotshop

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Gerne hätte Haci Kurnaz an der Seuzachstrasse 1 neben der Pizzeria Fulmine auch eine Shisha-Bar eingerichtet. «Dort hätten sich junge Leute treffen und Wasserpfeife rauchen können», sagt der Stockwerkeigentümer.

Die Pläne waren schon weit gediehen. Die Baubewilligung war erteilt. Doch das Projekt hat sich wieder in Luft aufgelöst. Es scheiterte an den Auflagen, welche die Gemeinde dem Eigentümer in der Baubewilligung auferlegt hat. Die neue Bar war zwischen der Axa-Filiale und der Pizzeria geplant.

 «Schade, es wäre  ein schönes Projekt gewesen.»

Das besagte Haus liegt im sogenannten Gastrodreieck nahe der Kirche. Gegenüber befindet sich das Restaurant Post. Die Krux für das Shisha-Projekt waren die in der Kernzone erforderlichen Parkplätze.

Schon heute stehen für das Restaurant Fulmine nur vier Parkplätze zur Verfügung, zwei vor und zwei hinter dem Haus. Für die Shisha-Bar mit 20 Sitzmöglichkeiten hätten drei Parkplätze geschaffen werden müssen. Das ist aber dort in der Kernzone nicht möglich.

Projekt zurückgezogen

Der Eigentümer hätte eine einmalige Ersatzabgabe von rund 15 000 Franken pro Parkplatz zahlen müssen, wie Bausekretär Christian Häni sagt. Das war dem Zürcher Unternehmer mit kurdischen Wurzeln aber zu teuer. Er habe das Baugesuch wieder zurückgezogen, sagt dieser. «Schade, es wäre ein schönes Projekt gewesen.»

Für eine Shisha-Bar in Neftenbach ist damit aber noch nicht aller Tage Abend. Laut dem Bausekretär ist inzwischen ein weiteres Baugesuch zur Vorprüfung für eine Shisha-Bar auf der Gemeinde eingetroffen. Diesmal sei sie grösser – mit 40 Sitzplätzen – und liege nicht in der Kernzone, wo Öffnungszeiten und Parkplätze zum Problem werden könnten. Dieses Gesuch stammt nicht von Kurnaz, wie dieser sagt.

Die Frage, ob das neue Shisha-Projekt in der Tössallmend liege, beantwortet die Gemeinde aus Datenschutzgründen nicht. Der Bausekretär verrät nur so viel: «Es wäre ein besserer Standort für eine Shisha-Bar als der im Zentrum geplante von Herrn Kurnaz.» Baurechtlich spreche nichts gegen das Projekt, das generell und in Sachen Lüftung gleichen Auflagen wie eine Raucherlounge unterliege, sagt Häni.

Gefährlicher als Zigaretten

Dass Shisha-Rauchen nicht harmlos ist, erfuhr kürzlich eine 17-Jährige in Rorschach. Sie brach nach dem Besuch einer Shisha-Bar zusammen und musste wegen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung ins Spital.

Beim Rauchen einer Wasserpfeife wird der Rauch durch ein mit Wasser gefülltes Gefäss gezogen. Dadurch wird er gekühlt. Es wird deshalb weitverbreitet angenommen, Shishas seien harmloser als Zigaretten. Eine 2014 veröffentlichte Studie widerlegt dies. Die aufgenommene Menge an Kohlenmonoxid könne bis zu zehnmal höher sein als bei Zigaretten. (Der Landbote)

Erstellt: 08.02.2018, 18:28 Uhr

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