Elgg

Geldsuche für Turnhalle läuft

Eine Genossenschaft steht in den Startlöchern, um die neue Doppelturnhalle zu bauen.

Eine Genossenschaft will die alte Turnhalle Im See durch eine grössere ersetzen.

Eine Genossenschaft will die alte Turnhalle Im See durch eine grössere ersetzen. Bild: Heinz Diener

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Knapp, aber doch mehrheitlich haben die Elgger im Februar an der Urne verlangt, dass die Gemeinde den Bau einer neuen Doppelturnhalle prüft. Nun ist das weitere Vorgehen klar, wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt.

Im Vordergrund steht die Idee, dass eine private Genossenschaft für den Bau des mehrere Millionen Franken teuren Projekts aufkommt. Denn der Wunsch nach einer Doppelturnhalle kommt vor allem von den Sportvereinen. Die Schule kommt mit der bisherigen Halle aus. Der Gemeinderat hatte jedoch nach einer ersten Prüfung des Wunsches gewarnt, dass beim Bau der Halle eine deutliche Steuererhöhung nötig wäre, was bei vielen Elggerinnen und Elggern nicht gut ankam. «Die Angst vor höheren Steuern kann ich verstehen», sagt Erich Wegmann (SP). Darum hatte er die Idee mit der privaten Finanzierung angestossen. Eine Grundsatzabstimmung fiel im Februar mit 849 Ja- zu 741-Nein-Stimmen zugunsten des Projekts aus.

Vorprojekt ausgearbeitet

Die Statuten für eine neue Turnhallen-Genossenschaft sind laut Wegmann geschrieben, Vorstandsmitglieder stünden bereit. «Sobald die Finanzierung steht, wird die Vereinigung gegründet.» Zwei Elgger Architekturbüros haben bereits ein Vorprojekt ausgearbeitet, mit welchem Wegmann nun auf Geldsuche geht. Wie viel die neue Halle kosten würde, kann Wegmann derzeit jedoch noch nicht beziffern.

Bis zu den Sommerferien haben die Initianten nun Zeit, das nötige Kapital aufzutreiben und mit Banken über eine Hypothek zu verhandeln. Geld verspricht sich Wegmann auch aus dem Lotteriefonds, mit dem er schon in Kontakt sei. Weiter wäre die Politische Gemeinde bereit, das Projekt mit einem Baurechtsvertrag oder einem Darlehen zu unterstützen. «Und auch Privatpersonen haben ihre Unterstützung angeboten.»

An Betriebskosten denken

Sollte die Finanzierung bis zum Sommer privat organisiert werden, wird den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung im September ein Baurechts- oder Darlehensvertrag vorgelegt. Sollte es der Genossenschaft jedoch nicht gelingen, das nötige Kapital aufzutreiben, würde die Politische Gemeinde im Herbst mit einem Projektierungskredit ans Stimmvolk gelangen. Sagen die Elggerinnen und Elgger Ja zum Kredit, würde die Gemeinde Bauherrin der Halle. Das Vorhaben könne dann nicht mehr an eine private Organisation übergeben werden. Doch Wegmann ist zuversichtlich gestimmt, die private Finanzierung auf die Beine stellen zu können. «Sonst hätte ich mit der Sache gar nicht ­angefangen», sagt er. Doch viel mehr als die Baukosten müsse man auch die Betriebskosten im Auge haben. Die werde nämlich künftig die Gemeinde tragen.

Die Primarschule plant derzeit, die Schulanlage Im See zu erweitern. Allerdings sehe das Konzept vor, dass der neue Schulraum unabhängig vom Entscheid zur Mehrfachhalle projektiert und realisiert werden könne. Die Primarschulpflege will der Gemeindeversammlung im Herbst einen entsprechenden Projektierungskredit vorlegen.

Erstellt: 03.05.2019, 09:22 Uhr

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