Illnau-Effretikon

Grüne Fassaden, autonome Autos

Für das Areal Bahnhof Ost haben Studierende Modelle und Pläne gestaltet. Diese sind im Stadthaus ausgestellt — sie überraschen mit kreativen und visionären Details.

Ökologie, Verkehr, Begegnung: Studenten haben Modelle und Pläne für das Areal Bahnhof Ost entworfen.

Ökologie, Verkehr, Begegnung: Studenten haben Modelle und Pläne für das Areal Bahnhof Ost entworfen. Bild: Madeleine Schoder

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Wie gestaltet man einen öffentlichen Raum, in dem sich die Bevölkerung treffen kann, der optisch ansprechend ist, und der gleichzeitig den Bedürfnissen von Fussgängern, Velofahrern und Autofahrern entspricht?

Dieser Herausforderung haben sich die Studierenden der Hochschule für Technik Rapperswil gestellt, indem sie Entwürfe für die Quartierplätze des Areals Bahnhofs Ost gestalteten. Die Projekte sind bis am Donnerstag im Foyer des Stadthaus Effretikon ausgestellt.«Ganz viel Spannendes und Visionäres» sei dabei, sagt Ivana Vallarsa, Abteilungsleiterin Hochbau in Illnau-Effretikon.

«Die Studenten konnten so aber an einem praktischen Beispiel ihr Wissen anwenden.»

Vor gut zwei Jahren hat der Stadtrat den Masterplan Bahnhof Ost festgesetzt. Damit hat er eine Planungsgrundlage geschaffen, damit die einzelnen Baufelder in dem Areal entwickelt werden können. «Wir fänden es schön, wenn das Areal eine eigene Identität und Quartiercharakter entwickeln würde.»

Frischer Blick auf die Stadt

Diesen Fokus haben die Projekte der Studenten. Dass eines der Projekte tatsächlich umgesetzt werde, darum gehe es im jetzigen Stadium der Planung noch nicht, sagt Vallarsa. Auch handelte es sich nicht um einen Wettbewerb. «Die Studenten konnten so aber an einem praktischen Beispiel ihr Wissen anwenden.» Auch wenn die Projekte letztendlich nur Ideen sind, sei es doch sehr anregend zu sehen, wie jemand mit frischem Blick auf die Stadt und das Areal dieses gestalte.

Drei Themen stehen im Zentrum der Entwürfe: Ökologie, Verkehr und Begegnung. Die Plätze sollen zum Verweilen einladen und die Studenten realisieren dies mit Sitzmöglichkeiten, mit schön gestalteten Wasserflächen, oder in den halbprivaten Innenhöfen mit Gemeinschaftsgärten. Hier kann man sich treffen, aber auch sich zurückziehen und die Natur in der Stadt geniessen.

Stichwort Natur: Die ökologische Vielfalt zu fördern stand ebenfalls in vielen Projekten im Zentrum. Begrünte Fassaden spenden Schatten und Lebensraum für Insekten, Wildblumenwiesen sollen Wildbienen anziehen, Gärten und Wiesen sollen das Areal mit den Pärken im Norden und Süden verbinden und so Korridore für Wildtiere schaffen.

Herausforderung Verkehr

Zentral in den Plänen ist der Platz «Mitte» und damit das Thema Verkehr. So wurde die Bandrietstrasse nicht nur als Verkehrsverbindung interpretiert, sondern als Strasse zum Flanieren mit viel begleitendem Grün. Die grosse Herausforderung sind die Verkehrsströme. Von der Bahnhofsunterführung her werden Fussgänger den Platz überqueren. Quer dazu verläuft die Strasse.

Den Studenten schwebt in den Entwürfen eine Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer vor. Mit andersfarbigem Asphalt oder diagonalen Linien soll der Verkehr verlangsamt werden.

Einige Projekte gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie gestalten den Platz schon für eine Zukunft, in der Autos selber fahren, und selber einparkieren. «Vielleicht ist das noch etwas zu weit weg für Effretikon», sagt Vallarsa. «Aber man weiss ja nie.»

(Der Landbote)

Erstellt: 23.03.2018, 13:19 Uhr

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