Laufen-Uhwiesen

Hagel zerschlägt Obst und Feldfrüchte

Wie im Jahr zuvor zog am 1. August ein heftiges Gewitter über Teile des Weinlands. Schäden gab es jedoch nur sehr lokal. In Uhwiesen verhagelte es Reben, Obst und Mais, die Feuerwehr pumpte einige Keller aus.

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Schon immer waren im nördlichen Weinland jene Sommergewitter gefürchtet, welche von Nordosten über den Kohlfirst hinwegziehen. Ein solches zog am frühen Abend des 1. August auf und brachte lokal starke Schäden an Reben und Obstkulturen.

Eingebettet in dieses Gewitter mit teilweise auch heftigen Sturmböen fielen teilweise enorme Niederschlagsmengen und kirschengrosse Hagelkörner.

Hagel bleibt lange liegen

Wie eine erste Übersicht zeigt, ist es vor allem Uhwiesen, das massiv betroffen war. «Wir verzeichneten nebst dem Hagelschauer in Uhwiesen über 50 Millimeter Regen», erklärte der Rebmann und Weinmacher Daniel Witzig am Morgen des zweiten August.

Die Spuren sind deutlich zu sehen. Viel abgeschlagenes Laub und teilweise abgebrochene Äste zeugen von der Heftigkeit des Gewitters. Sehr deutlich sind aber auch die Hagelschäden an den Kulturen sichtbar.

«Es kam einfach zu viel Wasser aufs Mal.»Thomas Dünki, 
Kommandant Feuerwehr Kohlfirst

Noch über zwölf Stunden nach dem Gewitter liegen die Eiskörner zwischen den schutzbringenden Hagelnetzen in den Obstanlagen. Deutliche Schäden sind dort zu sehen, die nicht von Hagelnetzen geschützt waren. Zuckerrüben haben zerfetztes Laub und der Mais wurde vom Sturm abgeknickt. Die genaue Schadensumme ist noch nicht bezifferbar.

Die Feuerwehr Kohlfirst bestritt laut Kommandant Thomas Dünki mehrere kleinere Einsätze in Uhwiesen. Ein Baum war umgefallen und mehrere Keller überflutet. «Es kam einfach zu viel Wasser aufs Mal.»

Auch in Dachsen sind Hagelschäden an den Kulturen auszumachen, wobei aber deutlich weniger Niederschlag verzeichnet worden ist. Das Gewitter streifte zudem Benken, wo Niederschlagsmengen um die 10 Millimeter verzeichnet worden sind.

«Kein spezielles Ereignis»

Für die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) war der 1. August dieses Jahr nicht erwähnenswert. Im ganzen Kanton gab es lediglich 13 Meldungen zu Elementarschäden wie Hagel und Wasser sowie vier Meldungen von Blitzschäden. «Das ist für uns überhaupt kein spezielles Ereignis», sagt Claudio Hauser, Bereichsleiter Naturgefahren.

Mit den Unwettern von vor einem Jahr können die Gewitter des diesjährigen Nationalfeiertags keinesfalls verglichen werden. Damals zog in der Nacht vom 1. August ein Sturm mit Böenspitzen von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde durch das Stammertal und hinterliess Verwüstung. Scheunen und Treibhäuser wurden umgerissen, ganze Ernten vernichtet und Bäume knickten wie Streichhölzer um, Kühe wurden von Bäumen erschlagen.

Und auch der Rest der Region Winterthur wurde damals von heftigen Gewittern getroffen. Die Versicherer erhielten tausende Meldungen, die Schadensumme lag im zweistelligen Millionenbereich.

(romü/rut)

Erstellt: 02.08.2018, 16:23 Uhr

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