Wiesendangen

Der Heli schafft sechs in 20 Minuten

Die Sportanlage Rietsamen in Wiesendangen erhält einen neuen Kunstrasenplatz. Damit die Fussballer nicht im Dunkeln kicken, wurden am Mittwochnachmittag per Helikopter die Scheinwerfermasten gestellt.

Die Montage der neuen Flutlichtanlage in Wiesendangen fand am Mittwochnachmittag mithilfe eines lautstarken Helikoptereinsatzes statt.

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Nach nur 20 Minuten ist der Spuk vorbei, der rot-weisse Helikopter landet auf der Fussballwiese. Seile werden eingerollt, Haken verstaut. Sechs Scheinwerfermasten stehen nun rund um die noch braun-graue Baustelle, die sich bis im Mai 2020 in einen grünen Kunstrasenplatz verwandeln soll. Die Spielerinnen und Spieler des FC Wiesendangen sollen so künftig bei jedem Wetter kicken können.

Damit das auch bei Dunkelheit möglich ist, bekommt der neue Fussballplatz eine Flutlichtanlage. Gestern Nachmittag wurden dafür sechs Kandelaber montiert. Das Fluggerät der Swiss Helicopter AG, die einen Sitz in Balzers FL hat und unter anderem auf Transportflüge spezialisiert ist, hilft dabei.

500 Kilo pro Mast

Knapp 1,8 Millionen Franken hatte das Stimmvolk im Juni 2018 für das Projekt bewilligt. Die Kandelaber hätten auch mit einem Pneukran montiert werden können. Aber weil das zeitlich aufwändiger gewesen wäre, kam die Platzierung per Helikopter günstiger. Wie viel diese genau kostet, können die Verantwortlichen derzeit nicht beziffern.

Mit lautem Getöse hebt der Heli um 14 Uhr ab, um die 500 Kilogramm schweren Masten einen nach dem anderen in die Luft zu heben und an ihren Platz zu bringen. Schaulustige stehen auf dem Spielplatz und auf den anderen Fussballfeldern der Sportanlage, um das Spektakel zu verfolgen. Die Sonne scheint, der Himmel leuchtet blau, doch die Wolken scheinen es eilig zu haben. Sie ziehen im Eiltempo voran.

Trotz starkem Wind

Der Helikopter schwebt über den bereitliegenden Kandelabern, manchmal bringen ihn eisige Böen zum Schwanken. «Der Wind ist heute eher stark für eine solche Arbeit», sagt Pilot Jürg Forrer. «Aber es ist machbar.»

Vier Personen in leuchtend oranger Arbeitskleidung und mit weissen Helmen auf dem Kopf verfolgen den Helikopter am Boden. Einer ist per Funk mit dem Piloten verbunden. So wird eine Seilschlinge oben um den Mast gelegt und in einer Halterung am Transportseil befestigt. Dann hebt der Helikopter den 16 Meter langen Mast in die Luft, der sich wie ein überdimensionales Windspiel um die eigene Achse dreht. Mit Hilfe eines gelben Seils, das am Fusse des Kandelabers befestigt ist, bringt ihn das Bodenpersonal ins vorbereitete Fundament. Schnell wird alles verschraubt. Der Pilot öffnet die Halterung der Seilschlinge und gibt den Masten somit frei. (Landbote)

Erstellt: 13.03.2019, 14:16 Uhr

3,6 Millionen Franken fliessen in die Sportanlage

Die Flutlichtanlage, die gestern montiert wurde, ist nur ein kleiner Teil zweier grosser Investitionen in die Sportanlage Rietsamen. Im Juni 2018 hatte die Gemeindeversammlung 1,8 Millionen Franken für einen neuen Kunstrasenplatz mit den Massen 90 mal 57,6 Meter bewilligt. Auf einem Feld dieser Grösse sind Verbandsspiele bis und mit 3. Liga möglich. Der FC Wiesendangen ist beliebt und platzt aus allen Nähten.

Der Club zählt insgesamt 27 Mannschaften, davon vier Damenteams, und vereint so rund 550 aktive Fussballerinnen und Fussballer. Für die Kinder wird eine Warteliste geführt. Da die Rasenplätze nicht bei jedem Wetter genutzt werden können, fehlten dem Club oft wichtige Stunden auf dem Spielfeld. Darum wünschte er ein weiteres Kunstrasenfeld. An der Gemeindeversammlung war diese Investition unbestritten. Die Bauarbeiten laufen. Im Mai 2020 soll das neue Spielfeld nutzbar sein. An einer weiteren Gemeindeversammlung im November letzten Jahres wurden nochmals 1,8 Millionen Franken für ein neues Garderobenhaus gesprochen. Die alten Garderoben sind sanierungsbedürftig, allerdings ist das Containergebäude nicht mehr sinnvoll zu renovieren. Darum wird ein komplett neues gebaut. (rut)

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