Seuzach

Höhere Taxen im Alterszentrum

Das Wohnen im Alterszentrum im Geeren wird ab nächstem Jahr teurer. Doch es bleibt laut Verantwortlichen auch dann sehr günstig, im Vergleich zur Konkurrenz.

Die Hotellerietarife im Alterszentrum im Geeren steigen, so im Pflegebereich auf 103 Franken pro Tag.

Die Hotellerietarife im Alterszentrum im Geeren steigen, so im Pflegebereich auf 103 Franken pro Tag. Bild: Nathalie Guinand

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Sicherheit, soziales Umfeld, variantenreiches Essen, die Wäsche wird gemacht, das Studio gereinigt, die Post kommt ins Postfach und ein Arzt ist im Haus. Was will man mehr, im Alter, wenn das Leben nicht mehr so einfach zu bewältigen ist?

Für 2980 Franken im Monat ist dieses Angebot im Alterszentrum im Geeren (AZiG) zu haben. Oder anders gesagt: Der Hotellerietarif betrug im AZiG bisher 98 Franken pro Tag, egal ob in einem Einzimmerappartement im Altersheim oder in einem Zweierzimmer im Pflegeheim.

Rabatt für heutige Bewohner

Am Mittwochabend haben die Delegierten des Zweckverbands beschlossen, die Hotellerietaxen ab nächstem Jahr zu erhöhen. Ab 1. Januar 2018 wird der Tagestarif für neue Altersheimbewohner angehoben, ab 1. Februar für bestehende.

Die neuen Taxen betragen 108 Franken (+10 Franken) im Altersheim und 103 Franken (+5 Franken) im Pflegeheim pro Tag. Den heutigen Bewohnern im Altersheim wird 2018 ein Rabatt von fünf Franken im Tag gewährt.

«Auch nach der Anpassung sind wir immer noch günstig und konkurrenzfähig»

Die Hotellerietaxen des AZiG seien letztmals 2011 angepasst worden, erklärte Marcel Knecht von der Betriebskommission den Delegierten. Seither seien Lohnniveau, Sachkosten, Gebühren und Abgaben gestiegen. Die umliegenden Alters- und Pflegezentren hätten ihre Tarife bereits angepasst.

Knecht präsentierte eine Grafik, die zeigt, dass das AZiG bezüglich Hotelleriepreisen im Vergleich zur Konkurrenz unterdurchschnittlich günstig ist. Nur gerade die Pflegezentren Mittleres Tösstal und Rosengarten in Andelfingen seien ähnlich oder teilweise günstiger. Der Vergleich schloss die Kosten für Betreuung und Pflege nicht ein.

«Auch nach der Anpassung sind wir immer noch günstig und konkurrenzfähig», so Knecht. Die Notwendigkeit höherer Taxen begründete er damit, dass die Vollkosten nicht mehr gedeckt seien. «Bisher wurde dies mit einer überdurchschnittlich hohen Auslastung der Betten auf­gefangen.» Doch der Eintritt ins Alterszentrum erfolge immer später, wodurch sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auch im AZiG reduziere.

Guter Zeitpunkt?

Die Delegierten der Verbandsgemeinden Altikon, Brütten, Dägerlen, Dättlikon, Dinhard, Ellikon an der Thur, Hettlingen, Neftenbach, Pfungen, Rickenbach, Seuzach und Wiesendangen fällten den Entscheid nicht ohne Diskussion. «Ist das ein guter Zeitpunkt im Hinblick auf diebevorstehenden Bauarbeiten?», wollte etwa eine Delegierte wissen. «Wann, wenn nicht jetzt?», antwortete Knecht.

Bis das AZiG ausgebaut sei, könnten die Taxen nicht mehr erhöht werden. Besser sei, fand ein Delegierter, die Tarife jetzt noch nicht zu erhöhen und dafür auf eine Reduktion während der Bauphase zu verzichten. «Dann finde ich es aber ehrlicher, die Tarife jetzt zu erhöhen und sie in der Bauzeit gegebenenfalls zu senken», fand ein anderer. Die Erhöhung kam daraufhin mit 17 zu 4 Stimmen durch.

Am 31. Januar 2018 (19.30 Uhr, Singsaal Seebel in Pfungen) und1. Februar 2018 (20 Uhr, Festsaal Alterszentrum im Geeren) wird über das Projekt des Umbaus ausführlich informiert.

(Der Landbote)

Erstellt: 08.12.2017, 10:59 Uhr

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