Neftenbach

Hunde bekommen eine Sporthalle

Gaby und Ralph von Fellenberg bauen in der Tössallmend die erste Hundesporthalle dieser Grösse im Kanton. Sie haben jetzt schon viele Reservationen.

Kein Zweifel über Nachfrage: Die Hundeausbildner Gaby und Ralph von Fellenberg vor der eingerüsteten Agility-Halle, die äusserlich dem TCS-Mobilitätszentrum gleichen wird.

Kein Zweifel über Nachfrage: Die Hundeausbildner Gaby und Ralph von Fellenberg vor der eingerüsteten Agility-Halle, die äusserlich dem TCS-Mobilitätszentrum gleichen wird. Bild: Enzo Lopardo

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Das wird Hundehalter, die mit ihren Vierbeinern gern sportlich unterwegs sind, freuen: In der Tössallmend in Neftenbach entsteht momentan zwischen Wirz Wohnen und dem TCS-Mobilitätszentrum eine Hundesporthalle. Sie wird ihre Pforten am 1. Dezember öffnen. Die nächsten vergleichbaren Indoor-Agility-Hallen stehen in St. Gallen und Lengnau AG und liegen damit 50 bis 60 Kilometer von Winterthur entfernt.

«Wir erstellen hier die erste Hundesporthalle dieser Grösse im Kanton Zürich.»Ralph von Fellenberg,
Bauherr der Hundesporthalle 

Gebaut wird die zweigeschossige Halle für rund 1,25 Millionen Franken vom Ehepaar Gaby und Ralph von Fellenberg aus Benglen ZH. Sie sind in Hunde- und Tierhalterkreisen keine Unbekannten: Er betreibt eine Hundeschule und entwickelt als freier Texter Ideen und Konzepte für Marken. Sie ist Tierärztin mit eigener Praxis in Oberohringen und unterrichtet in der Freizeit Agility. «Vor fünf Jahren hatten wir die Idee zur Hundehalle», sagt Ralph von Fellenberg.

Doch die Suche nach einem geeigneten Stück Land erwies sich als schwieriger als gedacht. «Es musste ja ein Ort sein, der gut erreichbar ist.» Die Standortförderung Winterthur und Umgebung wusste Rat. Der Touring-Club Schweiz (TCS) habe neben seinem Mobilitätszentrum noch Land zu vergeben. «Wir konnten schliesslich die Parzelle, die der TCS von der Eigentümerfamilie Bügler im Baurecht gepachtet hat, im Unterbaurecht für die nächsten 80 bis 90 Jahre mieten.»

Keine Turniere

So können Hundehalter mit ihren vierbeinigen Schützlingen bald im Neftenbacher Aussenquartier, zwischen Weiachstrasse und Töss gelegen, trainieren. Es stehen ­dafür zwei je 600 Quadratmeter grosse Ebenen für Hindernisparcours, Obedience (eine Hundesportart, bei der es um Gehorsam geht) oder Dogdance zur Verfügung. «Die Hundehalle steht für Ausbildung, Training, Sport und Spass sowie Seminare über diverse Dis­ziplinen hinweg», sagt der 54-Jährige.

Turniere wird es in der Tössallmend aber keine geben. «Dafür ist die Sporrer-Reithalle in Winterthur von der Lage her geeigneter.» Mit zehn Parkplätzen sei man in Neftenbach zwar gut für die normale Hallennutzung ausgestattet, für Wettkämpfe wären es aber zu wenige.

«Es ist grundsätzlich positiv, wenn die Leute etwas mit ihren Vierbeinern machen.» Max Hulliger, 
Kynologische Gesellschaft Winterthur

Dass die Hundehalle floppt, glaubt von Fellenberg nicht. «Wir erstellen hier immerhin die erste Hundesporthalle dieser Grösse im Kanton.» Er hat den Markt ­akribisch analysiert und das Betriebssystem darauf ausgerichtet. Im Kanton Zürich sind ihm zu­folge über 70 000 Hundehalter registriert. «Jährlich kommen etwa 6000 Neueinträge dazu.»

Mit 37 Metern Länge und 19 Metern Breite ist die Halle zwar etwas kleiner als diejenige in St. Gallen. Sie bietet laut von Fellenberg aber für die Arbeit mit dem Hund gute Voraussetzungen. Auf zwei Arbeitsflächen sind zwei Agility-Parcours sowie ein Hoop-Agi geplant. Letzteres ist eine ­relativ neue Hundesportart, bei welcher der Hund auf Distanz durch den Parcours geführt wird.

Für die Halter gibt es einen Aufenthaltsraum. Die Halle, die stundenweise gemietet werden kann, soll werktags von 8 bis 22 Uhr und am Wochenende von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. «Im Winterhalbjahr ist sie bereits zu 60 Prozent ausgelastet», sagt von Fellenberg.

Angebot wird begrüsst

Lokale kynologische Vereine stehen der neuen Hundesporthalle positiv gegenüber. Sie sei eine willkommene Ergänzung zum eigenen Angebot. «Wir werden sie vereinzelt auch nutzen», sagt etwa Markus Gartenmann vom Hundesportverein Neftenbach.

Auch Max Hulliger von der Kynologischen Gesellschaft Winterthur betrachtet die Halle als Bereicherung. «Ich finde es grundsätzlich positiv, wenn die Leute etwas mit ihren Vierbeinern ­machen – ob in der Halle oder draussen, spielt aus meiner Sicht keine Rolle.»

(Der Landbote)

Erstellt: 12.10.2017, 09:37 Uhr

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