Dinhard

«Ich habe immer noch Spass»

Dinhard Peter Matzinger (SVP) tritt diesen Sommer seine fünfte Amtszeit als Gemeindepräsident von Dinhard an. Seit 28 Jahren ist er in der Gemeinde politisch aktiv. Doch sein Elan für die Lokalpolitik ist noch nicht verbraucht.

Peter Malzinger ist frisch bestätigter Gemeindepräsident von Dinhard und trotz 28 Jahren in der Politik noch nicht amtsmüde.

Peter Malzinger ist frisch bestätigter Gemeindepräsident von Dinhard und trotz 28 Jahren in der Politik noch nicht amtsmüde. Bild: Marc Dahinden

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Herr Matzinger, Sie sind seit 2002 Gemeindepräsident und waren davor 12 Jahre lang Gemeinderat. Sind Sie ein Sesselkleber?
Peter Matzinger: Nein, ich glaube, dass es sicher auch ohne mich sehr gut ginge. Trotzdem wäre der Zeitpunkt für einen Rücktritt jetzt nicht günstig gewesen.

Warum nicht?
Im nächsten Jahr müssen wir erstmals nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2 budgetieren, wobei wir noch nicht genau wissen, wie sich das auswirkt. Und wir haben ab 2019 drei Jahre Zeit, das neue Gemeindegesetz umzusetzen. Es kommt also vieles auf uns zu, was die letzten Jahre aufgegleist wurde. Da wollte ich mich nicht ausgerechnet jetzt zurückziehen.

«Es kommt vieles auf uns zu, da wollte ich mich nicht ausgerechnet jetzt zurückziehen.»Peter Matzinger

Sie sind seit 1990 in der Lokalpolitik aktiv. Woher nehmen Sie die Motivation?
Ich mache die Arbeit einfach gerne. Wir haben gute Leute in Behörden und Verwaltung und ich habe noch immer Spass daran. Es gibt nach wie vor viele spannende Themen, die unsere Gemeinde beschäftigen.

Was heisst das konkret?
Ende März entscheiden wir an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über den Kauf des ehemaligen Postgebäudes und auch die Weiterentwicklung von Ausser-Dinhard wird uns beschäftigen. Weiter wird sich in den kommenden Jahren verstärkt die Frage stellen, wie die Gemeinden in der Region noch mehr zusammenarbeiten können. Das kann bis hin zu etwaigen Gemeindefusionen gehen. Zudem müssen wir die Grenzen der Sekundarschulkreise bereinigen. Derzeit ist Dinhard den Oberstufenschulen in Seuzach und Rickenbach angeschlossen. Das ist mit dem neuen Gemeindegesetz nicht mehr erlaubt. Ich möchte bei diesen Themen noch immer mitwirken und Weichen stellen.

Sie sind auch in anderen Gremien aktiv, zum Beispiel haben Sie den Vorsitz des Gemeindepräsidentenverbands des Bezirks Winterthur und Sie sind sitzen bei der Regionalplanung Winterthur und Umgebung RWU im Vorstand. Behalten Sie diese Aufgaben weiterhin?
Nein, ich möchte mich langsam zurückziehen. Das Präsidium des Bezirksverbands gebe ich ab und bei der RWU ist noch offen, ob ich weitermache. Dort wird es aber bereits einige Veränderungen geben, weil andere Gemeindepräsidenten zurücktreten oder auch Stadtrat Josef Lisibach nicht mehr im Vorstand sein wird.

«Es ist meine letzte Amtszeit als  Gemeindepräsident.»Peter Matzinger

Kandidieren Sie nochmals für den Kantonsrat?
Nein, dafür bin ich zu alt. Ich werde dieses Jahr 68. Es wird auch meine letzte Amtszeit als Gemeindepräsident sein. Wir haben jetzt Zeit vorauszuschauen und meine Nachfolge zu organisieren.

Dinhard hat einen sehr tiefen Steuerfuss. Seit Jahren sagen Sie an den Gemeindeversammlungen, dass er wohl eines Tages steigen wird, was aber bisher nicht passiert ist. Wann erhöhen Sie die Steuern?
Im Moment sehe ich keinen Anlass dafür. Aber Dinhard wächst und man weiss nie, ob das Wachstum auch mehr Steuereinnahmen bringt. Wenn Einnahmen und Ausgaben nicht mehr stimmen, müssen wir reagieren. Vielleicht sage ich darum immer etwas vorsorglich, dass der Steuerfuss steigen könnte. Wir müssen Wünschbares vom Machbaren trennen. Vielleicht sind wir da manchmal eher etwas bünzlig, aber wir schauen halt, dass die Finanzen im Lot sind. Wir haben eine sehr schlanke Verwaltung, die im ganzen Kanton zu den günstigsten pro Einwohner gehört und auch das Ehrenamt zählt in unserem Dorf vielleicht noch etwas mehr als anderswo.

(Der Landbote)

Erstellt: 07.03.2018, 17:02 Uhr

Erneuerungswahlen Dinhard

Versetztes Wahldatum für Schulpflege

Der Gemeinderat von Dinhard für die Amtsperiode von 2018 bis 2022 wurde am 4. März gewählt. Die
Wahl der Schulbehörde findet jedoch erst am 10. Juni statt. Die versetzten Wahldaten ergeben daraus, dass Dinhard eine Einheitsgemeinde ist.

Derjenige Gemeinderat, der das Ressort Schule übernimmt, wird automatisch Mitglied der Primarschulpflege sein, muss aber nicht zwingend als Schulpräsident amten. Der Gemeinderat muss sich nun zuerst konstituieren, damit der Schulvorsteher genügend Zeit hat, zu entscheiden, ob er auch für das Schulpräsidium kandidieren will. Die Frist für Wahlvorschläge für die Schulbehörde läuft noch bis zum 4. April.

Und noch ein drittes Datum müssen sich die Wählerinnen und Wähler von Dinhard merken: Denn die Erneuerungswahlen für die Rechnungsprüfungskommission und die reformierte Kirchenpflege findet am 15. April statt. Es wird mit leeren Wahlzetteln gewählt, allerdings verteilt die Gemeinde ein Beiblatt mit den Namen der Kandidierenden.

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