Illnau-Effretikon

Ihr Einsatz wird belohnt

Die Stadt Illnau-Effretikon vergibt heute den jährlichen Anerkennungspreis. Dieses Jahr hat der Stadtrat zwei Frauen auserkoren, die sich seit vielen Jahren in ihren Vereinen engagieren.

Monika Schütz (l.) und Christine Lässer. Fotos: PD

Monika Schütz (l.) und Christine Lässer. Fotos: PD

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«Herausragende Leistungen sollen mit dem Anerkennungspreis gerühmt werden», schreibt der Stadtrat von Illnau-Effretikon. Dieses Jahr geht das Preisgeld in der Höhe von je 2000 Franken an Monika Schütz und Christine Lässer. Seit 1982 vergibt die Stadt jährlich einen Anerkennungspreis an Leute, die sich besonders stark fürs Zusammenleben engagieren.

«Es freut mich sehr, dass mein kreatives Engagement wahrgenommen wird», sagt Monika Schütz. Die Preisträgerin ist seit elf Jahren Dirigentin der Stadtmusik Illnau-Effretikon, seit sechs Jahren leitet sie auch die Stadtjugendmusik.

«Als mich der Stadtpräsident über mein Glück informierte, konnte ich es erst nicht glauben»Monika Schüzt, 
Dirigentin

So ist die zweifache Mutter an mindestens zwei Abenden pro Woche im Probelokal in Illnau. «Besonders hat mich überrascht, dass ich als Auswärtige den Preis bekomme, da ich in Elsau wohne.» Üblicherweise erhalten jeweils Personen aus Illnau-Effretikon diese Auszeichnung. «Als mich der Stadtpräsident über mein Glück informierte, konnte ich es erst nicht glauben», sagt die Dirigentin.

Neben den regulären Proben hat Schütz, die auch als Klarinettenlehrerin und Klarinettistin tätig ist, schon einige Projekte angerissen und umgesetzt. «Es ist wichtig, auch guten Kontakt mit der örtlichen Musikschule zu pflegen.» So arbeitet sie regelmässig mit den Musiklehrpersonen der Schule zusammen.

Das alljährliche Adventskonzert, bei dem Schüler der Musikschule mitspielen, ist so ein Anlass. «Dortwerben wir fürs Gruppenspiel und die Jugendmusik», sagt Schütz. Für die Konzerte stellt die Dirigentin jeweils die gesamte Auswahl der Weihnachtslieder selbst zusammen und arrangiert diese auch.

Auch mit der Stadtmusik hat Schütz Ideen mit Schulklassen umgesetzt. «Ich probiere, auf verschiedenen Ebenen aktiv zu sein.» Dieses Jahr hat die Stadtmusik beispielsweise ein Piratenkonzert organisiert. «Es ist toll, dass es hier genügend kreative Leute gibt, die für solche Projekte offen sind.» Deshalb möchte Schütz auch in Zukunft Dirigentin der beiden Vereine bleiben. Die eine Hälfte ihres Preisgelds investiert sie in ihren Familienurlaub, die andere in ihr Geschenk zum 40. Geburtstag - eine neue Klarinette.

Nicht ganz unverdient

Neben Monika Schütz erhält auch Christine Lässer den Anerkennungspreis der Stadt Illnau-Effretikon. «Ich war sehr überrascht. Vorher wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt», sagt Lässer. Seit über 30 Jahren ist die 46-Jährige im Handballclub Grün-Weiss in Effretikon als Trainerin verschiedener Jugendmannschaften aktiv, wo sie seit 15 Jahren auch Mitglied des Vorstands ist.

«Ich war sehr überrascht. Vorher wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt»Christine Lässer, 
Junioren-Handballtrainerin

Zwar lobt sich Lässer ungern selbst, dennoch findet sie: «Es ist schon nicht ganz unverdient, dass ich diesen Preis erhalte.» Drei Mal die Woche steht die Trainerin mit ihren Jugendmannschaften in den Hallen, an manchen Abenden hat sie sogar mehrere Trainings hintereinander. Daneben organisiert sie regelmässig Änlasse.

Vergangenes Wochenende gab es beispielsweise ein Handballturnier, das unter ihrer Leitung durchgeführt wurde. Auch bei Lagern oder kleineren Veranstaltungen wie dem Chlausanlass ist Lässer als Organisatorin dabei. «Es gibt schon einiges zu tun, wenn man Trainerin und im Vorstand ist.»

Früher stand Lässer mit dem Handballclub Yellow aus Winterthur auf dem Platz, heute spielt sie selbst nicht mehr. «Als fast 50-Jährige muss man nicht mehr mit den Jungen mitspielen wollen.» Es sei besser, ihnen das Feld zu überlassen. Auch weil Lässer Knieprobleme hat, verzichtet sie auf den Sport.

Was sie mit ihrem Preisgeld machen möchte, weiss die ehemalige Handballerin noch nicht. «Auf jeden Fall etwas, wovon auch die anderen Trainer profitieren.» Denn aus Lässers Sicht ist sie nicht die einzige aus ihrem Verein, die einen solchen Preis verdient hätte.

Preisverleihung: Die Anerkennungs- und Jugendpreise werden heute um 17.45 Uhr vor Beginn der Sitzung des Grossen Gemeinderats Illnau-Effretikon vergeben. Der kleine Festakt findet im Foyer des Stadthaussaals statt.

Erstellt: 12.06.2019, 16:13 Uhr

Ein Preis für junge Talente

Zum fünften Mal verleiht die Stadt Illnau-Effretikon dieses Jahr den Jugendpreis.

Alina Wegmann und Noa Schärz heissen die beiden Siegerinnen. Auch sie erhalten ein Preisgeld von je 2000 Franken.

Alina Wegmann reitet, seit sie acht Jahre alt ist. Heute ist sie als Stammmitglied der ersten Juniorenmannschaft des Voltige-Clubs Harlekin erfolgreich. 2017 wurde sie Schweizer Meisterin der
Junioren im Voltigieren. 2018 belegte sie den dritten Rang an der Europameisterschaft in Kaposvar, im selben Jahr wurde sie auch Vize-Schweizermeisterin.

Die zweite Preisträgerin heisst Noa Schärz, ihre Leidenschaft ist Fussball. Seit sie vier Jahre alt ist, steht die Illnauerin auf dem Spielfeld. Heute tritt sie den Ball mit ihren Kolleginnen der ersten Frauenmannschaft des GC. Trotz einer schweren Verletzung bei einem Cupspiel kann die junge
Fussballerin auf ein Angebot der Nationalmannschaft hoffen.

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