Brütten

Interessierte Bürger trotz trockener Materie

Grosser Andrang an der Infoveranstaltung über die anstehenden Abstimmungen. Die Brüttemer stimmen Anfang Dezember unter an­derem über eine Aufstockung des Verwaltungsvermögens um 8,7 Millionen Franken ab.

Knapp 70 Stimmbürger informierten sich am Samstag im Gemeindehaus von Brütten (links) über die bevorstehenden Abstimmungen.

Knapp 70 Stimmbürger informierten sich am Samstag im Gemeindehaus von Brütten (links) über die bevorstehenden Abstimmungen. Bild: Heinz Diener

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Am Samstag hat die Gemeinde Brütten ihre Stimmbürger zu einer Infoveranstaltung über die aktuellen Abstimmungsvorlagen eingeladen. Im Zentrum stand dabei die landesweit verordnete Einführung des harmonisierten Rechnungslegungsmodells 2 (HRM2). Das Interesse in der ­Bevölkerung scheint gross zu sein. So trafen sich am Samstagmorgen knapp 70 Personen im Gemeindesaal.

Neue Abschreibungsmethode

An der Budgetgemeindeversammlung vom 4. Dezember wird das Stimmvolk darüber befinden, ob mit der Einführung des HRM2 das Verwaltungsvermögen der Gemeinde erhöht werden soll. Möglich macht dies die Anpassung der Abschreibungsmethode. So muss die Gemeinde künf-tig ihre Anlagen nicht mehr mit einem festgelegten Prozentsatz vom Buchwert, sondern vom ursprünglichen Anschaffungswert abschreiben. Hätte sie das bisher bereits so gehandhabt, wäre der Buchwert des Verwaltungsvermögens heute rund 8,7 Millionen Franken höher, als er es tatsächlich ist. Die Gemeindeversammlung befindet nun darüber, ob sie die bereits getätigten Abschreibungen an das neue System anpassen will.

«Nach einer Aufwertung hätten wir mehr als 20 Millionen Franken Eigenkapital», sagte Gemeindepräsident Rudolf Bosshart. Die stillen Reserven, dieaus den übermässigen Abschreibungen resultieren, würden nämlich als Aufwertungsgewinn ins Eigenkapital gebucht. Das ­wäre laut Bosshart ein finanzieller Vorteil für die Gemeinde: «Die stillen Reserven dürfen wir nur in einer Verlustsituation anzapfen, das Eigenkapital könnten wir langfristig wieder abbauen.» So stehe nach der Aufwertung zwar faktisch gleich viel Geld zur Verfügung, es gäbe aber mehr Möglichkeiten, dieses zu investieren.

Strassenbeleuchtung mit LED

Neben der Einführung des HRM2 stehen Brütten im nächsten Jahr auch diverse Sanierungen bevor. Zum Beispiel bei der Sunnehalden- und der Hofackerstrasse. Dort sollen laut Tiefbauvorstand Beat Lanz die «mitunter schwächsten Wasserleitungen im Dorf» ersetzt werden. Die Gemeinde werde sämtliche Anschlüsse an die Leitungen bis zu einem Meter über die Grundstückgrenzen hinaus erneuern und auch finanzieren, sagte er. Zudem sollen auch gleich die betroffenen Strassen saniert werden, und die Strassenbeleuchtung soll durch moderne LED-Lampen ersetzt werden. Das gesamte Projekt kostet voraussichtlich rund 1,1 Millionen Franken. Damit unterliegt es der Kompetenz der Gemeindeversammlung.

Die Schulanlage Chapf will die Gemeinde ebenfalls sanieren. Für das Jahr 2018 ist eine Erneuerung der Gebäudehülle geplant. Unter anderem soll auf dem Turnhallendach eine Fotovoltaikanlage installiert werden. Auch die bereits 22-jährige Heizung müsse ersetzt werden, sagte Peter Ball, Präsident der Liegenschaftskommission. Das sei dann für das Jahr 2019 geplant. Ausserdem erarbeite die Gemeinde zurzeit ein Projekt für einen Beleuchtungsersatz auf der ganzen Schulanlage.

Erlös für Alterswohnungen

Die nächste Urnenabstimmung steht bereits am 26. November an. Die Gemeinde will ihre Liegenschaft an der Unterdorfstrasse 38 für 1,71 Millionen Franken verkaufen. Der Verkaufserlös soll in Alterswohnungen investiert werden, die im Rahmen der Zen­trumsplanung entstehen sollen. Das sei politisch zwar noch nicht abgesegnet, doch der Verkaufserlös bleibe auf jeden Fall fürdie Zentrumsplanung reserviert, sagt Gemeindepräsident Bosshart. (Der Landbote)

Erstellt: 12.11.2017, 18:04 Uhr

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