Seuzach

Ja zum Umzug auf die Schneckenwiese 

Die Gemeinde kann in der Überbauung Schneckenwiese für 6,5 Millionen Franken Stockwerkeigentum für Tagesstrukturen und die Bibliothek erwerben. Der Souverän stimmte dem Vorhaben heute deutlich zu.

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Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Seuzach haben dem Erwerb von Räumlichkeiten für Tagesstrukturen und die Bibliothek in der geplanten Überbauung Schneckenwiese heute klar zugestimmt.

Der Kredit von 6,5 Millionen Franken und die jährlichen Folgekosten von 60 000 Franken wurden von 1741 Stimmberechtigten (65,8 Prozent) angenommen. Die Gegner legten 905 Stimmen in die Urne. Die Stimmbeteiligung betrug 50,5 Prozent.

Gemeindepräsidentin Katharina Weibel (FDP) würdigte den gestrigen Urnenentscheid als weitsichtig. «Die Seuzacher Stimmenden haben die Chance gepackt und dem Kredit für die Tagesstrukturen und die Bibliothek auf der Schneckenwiese mit 66 Prozent zugestimmt. Mit diesem Entscheid haben sie das Zentrum geprägt und die Attraktivität von Seuzach für die Zukunft mitgesichert.»

Kritikpunkt Kosten

Das Resultat spiegelt die Stimmung im Vorfeld der Abstimmung wider. Der Zuspruch war gross, aber er war nicht ungeteilt. So haben Rechnungsprüfungskommission und der Grossteil der Parteien das Projekt gutgeheissen. Die Grünliberalen beschlossen indessen Stimmfreigabe. Ihr Präsident hatte vor der Abstimmung die hohen Kosten des Projekts angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde beanstandet. In einzelnen Leserbriefen im «Landboten» war unter anderem auch kritisiert worden, dass über Tagesstrukturen und die Bibliothek nicht gesondert abgestimmt werden konnte.

«Mit diesem Entscheid haben die Stimmenden die Attraktivität von Seuzach für die Zukunft mitgesichert, das ist weitsichtig.»

Doch eine klare Mehrheit folgte dem Antrag des Gemeinderats. Damit können im Frühjahr 2021, wenn die hochmoderne Alterssiedlung mit drei fünfgeschossigen Gebäuden und 56 Alterswohnungen gebaut sein wird, die Bibliothek sowie die von einem Verein ehrenamtlich geführte Kinderkrippe Summervogel und die von der Gemeinde betriebene Kindertagesstätte dort einziehen. Auch die Spitex will ihren Sitz in die Überbauung verlegen.

Überzeugt dürfte die Mehrheit neben der Zentralisierung auch die räumlich prekären Verhältnisse der Kinderbetreuung und die anstehende Sanierung der Bibliothek haben.

Aus Vision wird Realität

Damit wird auch dem Bedürfnis Rechnung getragen, in der Gemeinde ein attraktives Zentrum mit Begegnungsmöglichkeit zu schaffen, wie es im Workshop Vision 2063 vor einigen Jahren gefordert wurde. Diese Vision wird nun Realität.

Baustart zur 23-Millionen-Überbauung, welche die Gemeinde Seuzach in einem Investorenwettbewerb ermittelte, ist in diesem Frühjahr. Das Land steht der Gaiwo Genossenschaft Winterthur im Baurecht zur Verfügung.

In zwei Jahren sollen die Alterswohnungen bezugsbereit sein. Es sei dies eines der grössten und gewichtigsten Projekte der Gemeinde, was sich auch daran erkennen lasse, dass es sich über zwei Legislaturperioden hinziehe, sagte Gemeinderat Peter Fritschi bei früherer Gelegenheit.

Seuzach musste in den letzten Jahren den Steuerfuss um 17 Prozentpunkte anheben. Aufgrund mehrerer anstehender Investitionen rechnet die Gemeinde bis 2022 mit einer Zunahme ihrer Nettoschulden auf 20 Millionen Franken.

(Der Landbote)

Erstellt: 10.02.2019, 15:42 Uhr

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