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Kampf gegen den Zwang

Zwangsstörungen sind eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. In der Schweiz leiden 100 000 bis 200 000 Menschen daran. Wie ist es, wenn der Zwang das eigene Leben dominiert? Eine Betroffene erzählt.

Maria Meier muss die Türfalle acht-, zehn- oder elfmal kontrollieren, bis sie von ihr lassen kann.
Maria Meier muss die Türfalle acht-, zehn- oder elfmal kontrollieren, bis sie von ihr lassen kann.
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Sie will endlich wieder Leute kennen lernen, Freundschaften knüpfen. Maria Meier, die nicht Maria heisst, leidet unter Zwängen. Genauer gesagt unter Kontrollzwängen, Zwangsgedanken und einem Zählzwang.

Jedes Mal, bevor sie ihre Wohnung verlässt, muss sie alles kontrollieren: Ist die Balkontüre geschlossen? Ist in der Küche alles in Ordnung, der Herd aus? Hat sie die Wohnungstüre abgeschlossen? «Das kontrolliere ich nicht nur einmal. Ich schliesse ab, drücke die Türfalle fünfmal. Ich muss das immer zählen», sagt sie. Manchmal müsse sie achtmal, zehnmal oder sogar elfmal kontrollieren, bis sie von der Türfalle lassen kann.

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