Neftenbach

Kein frostiges Forsthaus mehr

Seit Ende Oktober ist das modernisierte Forsthaus in Betrieb. Das war auch bitter nötig.

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Die Mitarbeiter des Forstreviers Weinland-Süd, das von Neftenbach aus betreut wird, haben Übung im Zähnezusammenbeissen. Besonders im Winter, wenn es kalt ist. Wer möchte seinen Arbeitstag schon gern in Kleidern beginnen, die noch feucht vom Vortag sind und es über Nacht nicht geschafft haben, trocken zu werden.

Oder wer würde nicht mit dem Schicksal hadern, wenn er die morgendliche Lagebesprechung in einem unterkühlten Raum, der erst gegen Mittag vom Specksteinofen aufgewärmt ist, abhalten müsste?

«Jetzt wird das Wasser in der Kaffeemaschine morgens nie mehr gefroren sein.»Florian Tuchschmid, 
Förster

Tempi passati. Ende Oktober konnten die fünf Mitarbeiter ins modernisierte Forsthaus ziehen. Es wurde zwischen Mai und Oktober umgebaut.

Den sechsmonatigen Umbau verbrachten die fünf Forstmitarbeiter im Exil. «Wir waren im alten Gemeindehaus am Kirchweg untergebracht», sagt Martin Hinnen, einer der beiden Förster des Forstreviers Weinland-Süd. Das Werkzeug war währenddessen in die Zivilschutzanlage im Schulhaus ausgelagert worden.

Nur Dach und Boden blieben

Die Rückkehr aus dem Provisorium in ein behaglich warmes Forstgebäude lässt die vergangenen Entbehrungen schnell vergessen. Auf einer Privatführung am gestrigen Tag der offenen Tür erklärt Förster Hinnen, was alt, was neu ist: «Nur das Dach und der Boden sind noch dieselben.»

Alles andere habe es in dieser Art vorher nicht gegeben: die Garage, die Werkstatt, die Garderobe, die Dusche, die Küche, den Aufenthaltsraum, das Büro und den Balkon. Und die Aufzählung ist noch nicht fertig: Hinter der Werkstatt liegt die neue Stückgutheizung, welche den alten Specksteinofen ersetzt und nun das ganze Gebäude mit Holzscheiten heizt.

Und dann der kleine Raum mit der grossen Wirkung: Förster Hinnen öffnet die Tür zum neuen Tankraum, in dem über tausend Liter Treibstoff, Kettenöl und anderes brennbares Material lagern. Dieser Raum werde die Suva freuen, vermutet er. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt habe am alten Forsthaus bemängelt, dass die Brennstoffe nicht sicher genug aufbewahrt worden seien.

Auch Florian Tuchschmid, der zweite Förster im grossen Forstrevier, dem neben Neftenbach Waldungen in den Gemeinden Seuzach, Dägerlen, Hettlingen, Henggart und Humlikon angehören, ist erleichtert. «Die Arbeitsbedingungen vor allem für die Forstwarte sind jetzt erheblich besser.»

Auch er komme nun viel lieber ins Forsthaus. «Jetzt wird das Wasser in der Kaffeemaschine morgens nie wieder gefroren sein», sagt der 35-Jährige lachend. Für den Umbau des Forsthauses hat die Gemeindeversammlung im Juni 2016 im Ganzen 680 000 Franken bewilligt.

(Der Landbote)

Erstellt: 15.12.2017, 18:40 Uhr

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