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Kirche soll «einladender» werden

Ab dem 18. April wird die reformierte Kirche in Neftenbach saniert. Bis im November finden dort keine Gottesdienste statt.

Dieser Anblick gehört bald der Vergangenheit an. Der Innenbereich der reformierten Neftenbacher Kirche wird mitsamt der Orgel saniert.
Dieser Anblick gehört bald der Vergangenheit an. Der Innenbereich der reformierten Neftenbacher Kirche wird mitsamt der Orgel saniert.
Madeleine Schoder

Die reformierte Neftenbacher Kirche wird saniert. Die Kirchgemeinde beauftragte das Architekturbüro Bellwald Architekten AG mit einer Zustandsanalyse des denkmalgeschützten Gebäudes. Zudem erarbeiteten die Architekten bauliche Massnahmen und ermittelten die Kosten. Diese betragen rund 436 000 Franken. Hinzu kommt die Erneuerung der Kirchenorgel, die weitere 86 000 Franken kostet. Die Gemeindeversammlung vom 30. November 2016 hat beide Projekte genehmigt. Die Arbeiten starten am 18. April und dauern vorraussichtlich bis Ende Oktober. Während dieser Zeit finden in der Kirche keine Gottesdienste statt. Die Kirchgemeinde bietet jedoch «Ersatzlösungen» an. So sollen die regulären Gottesdienste gemäss Peter Schmid im örtlichen Kirchgemeindehaus «Chileträff» stattfinden. Der Präsident der Kirchenpflege fügt hinzu: «Einzelne Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Auffahrts-Gottesdienst, finden im Freien statt.» Allenfalls könne man sich auch vorstellen, für gewisse Anlässe ins benachbarte Pfungen auszuweichen. «Wir sind sehr flexibel», sagt Schmid.

Neuer Eingangsbereich

Die Kirche wurde letztmals 1998 saniert. Schmid war bereits damals beteiligt. «Wir sind dieses Mal eher früh dran.» Normalerweise führe man solche Sanierungen nur alle rund 25 Jahre durch. «Um die nächste kann sich dann gerne die Nachfolgegeneration kümmern», sagt er lächelnd.

Jetzt kümmert er sich allerdings zuerst um die aktuellen Probleme, wie zum Beispiel den Eingangsbereich. «Momentan ist er zu wenig einladend und die Garderobe ist zu dominant.» Durch zwei neue Wände soll diese nun vom restlichen Entrée abgegerenzt werden. In den Wänden platziere man dann die Vitrinen mit dem ausgestellten Abendmalbesteck und der Infotafel. Auch bekommt dieser Bereich einen neuen Teppich, der besser ins farbliche Konzept passen soll.

«Weg vom Mikrophon, hin zum Headset», ist laut Schmid ein weiteres Ziel der Sanierung. Dadurch wolle man den Kabelbestand minimieren. Zudem wird die Audioanlage erneuert und die Steuerung von Licht, Klima, Glockengeläute und der Schliessung vereinheitlicht. Dies soll die Arbeit des Sigrists vereinfachen. «Wir arbeiten darauf hin, dass ein Gottesdienst bald von Zuhause aus programmiert werden kann.»

Sämtliche Wände und die Decke erhalten im Innenbereich einen neuen Anstrich. Dafür verwendet man eine spezielle Leimfarbe. «Diese soll die Feuchtigkeit besser aufnehmen. So entstehen an den Wänden weniger Staubablagerungen», erklärt Schmid.

Auch die Beleuchtung wird komplett erneuert. Man wolle gemäss Schmid vor allem auf energiesparende LED-Lampen zurückgreifen. Die Kandelabern im Hauptschiff sollen jedoch beibehalten werden. Die Sitzkissen auf den Bänken und die Stühle im Chor werden hingegen ersetzt. Die Denkmalpflege begleitet die Sanierung ebenfalls. Laut Schmid stellt sie auch einige Anforderungen: «Der Innenbereich soll vorwiegend weiss gestrichen werden. Wir könnten die Kirche zum Beispiel nicht im Feng-Shui-Stil gestalten.» Die Zusammenarbeit funktioniert laut Schmid aber gut: «Es ist ein Miteinander, kein Gegeneinander.»

Orgelbauer kommt

Im Jahr 1950 hat die Dietiker Firma Metzler die Orgel in der Neftenbacher Kirche erbaut. Diese sollte ungefähr alle 20 Jahre erneuert werden. In Neftenbach war das letztmals 1998 der Fall. Vor Beginn der Hauptarbeiten wird die Orgel abgedeckt, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Ende August sollen diese dann abgeschlossen sein. Anschliessend wird ein Orgelbauer — wiederum von der Firma Metzler — das Kunstwerk innert rund sieben Wochen erneuern.

Ende Oktober sind dann laut Schmid alle Arbeiten beendet. Der Höhepunkt folgt im Anschluss: «Voraussichtlich Mitte November feiern wir die Wiedereröffnung mit einem festlichen Gottesdienst, bei dem wir auch die renovierte Orgel einweihen.»

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