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Kirchen spenden für eine bessere Wasserversorgung

Hans Rüttimann, ehemaliger Generalsekretär des internationalen Blauen Kreuz, berichtet am «Chiletreff» über Projekte in Burkino Faso. Ein Brunnen soll die Arbeit erleichtern.

Verarbeitung von Mangos in Burkina Faso.
Verarbeitung von Mangos in Burkina Faso.
zvg

Burkino Faso ist ein Land in Afrika, das fast 4000 Kilometer Luftlinie von der Schweiz entfernt liegt. Insgesamt werden dort über 40 verschiedene Sprachen gesprochen. «Zum Glück ist die Amtssprache französisch, so dass ich mich wenigstens verständigen konnte», sagt Hans Rüttimann am Donnerstagabend vor dem rund 20-köpfigen Publikum am «Chiletreff» im katholischen Pfarreisaal in Sulz bei Rickenbach.

Geld für Ehefrauen

Er war bis 2005 Generalsekretär des internationalen Blauen Kreuzes (IBK), welches vor rund 20 Jahren vier Gasöfen für die Produktion von getrockneten Mangos finanzierte. Rüttimann ist auch nach seiner Pension mit den Einheimischen in Kontakt geblieben und besuchte das Land im vergangenen Frühling nochmal. Während seinem Vortrag präsentiert er an der Leinwand Bilder aus der Fremde: Ein Kreisel, in dem ein Haufen Pneu als Mittelinsel dient, ein Strassenverkäufer, der Benzin in Glasflaschen verkauft, die Kehrrichtabfuhr, die von Eseln gezogen wird.

«Wir können ihnen zwar keinen Mindestlohn zahlen, aber es reicht zum Leben»

Seit vier Jahren werden die Mangos bereits auf einem grösseren Gelände in Saaba getrocknet. Der Verkauf erfolgt über Marktfrauen, Laufkundschaft und Geschäftskunden. Besonders Erstere profitieren laut Rüttimann von der Produktion. Die Frauen sind oftmals mit Alkoholikern verheiratet und verdienen durch den Verkauf von Mangos und Attiéké etwas Geld für ihre Familien.

«Wir können ihnen zwar keinen Mindestlohn zahlen, aber es reicht zum Leben», versichert Rüttimann. Die Produktion ist Bio und wird deshalb streng überwacht. Zu der Kopfbedeckung, die schon früher Pflicht war, sind deshalb Kittel und Mantel dazu gekommen.

Problem Wasserversorgung

Am bisherigen Standort in Ouagadougou wird nun Attiéké, eine Brei aus dem Mehl der Maniokwurzel, hergestellt. Auch diese Produktion soll in näherer Zukunft nach Saaba verlagert werden. Dafür braucht die Anlage jedoch erst eine eigene Wasserversorgung. Bisher funktioniert diese über einen grossen Tank, der immer wieder aufgefüllt werden musste.

«Zum Glück ist die Amtssprache in Burkina Fasofranzösich.»

Da das Waschen der Wurzeln jedoch enorm viel Wasser benötigt, reicht das nicht mehr. Rüttimann bemerkte bei seinem Besuch deshalb schnell, dass ein Brunnen nötig ist. Dafür sind verschiedene Ausbaupläne vorhanden, jedoch gelte die afrikanische Regel: Es kann etappenweise gebaut werden, sobald das Geld vorhanden ist. Deshalb sammelte Rüttimann in der Schweiz Spenden. Insgesamt rund 25 000 Franken kostet das Vorhaben.

Unter anderem spendeten die Kirchen von Rickenbach, Wiesendangen und Effretikon einen Beitrag. Auch ein von Termiten zerfressener Zaun, welcher bisher die Anlage in Saaba schützte, wurde dank Spendengelder durch eine Mauer ersetzt. Sie soll in Zukunft zusammen mit dem neu erbauten Wächterturm die Solarpumpe des Brunnens vor Dieben schützen.

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