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Kirchenpflege, unvollständig, sucht...

Immer weniger Leute interessieren sich für ein Kirchenamt. Wegen Personalnot stehen fast ein Dutzend Gemeinden im Kanton davor, handlungsunfähig zu werden.

Ruedi Widmer

Fünf Sitze, null Kandidaten. Am krassesten zeigt sich der Mangel an reformierten Kirchenpflegerinnen und Kirchenpflegern in Benken im Weinland. In acht Tagen ist Wahl und kein einziger Bewerber ist in Sicht.

«Keine Ahnung wie es weitergeht», sagt der abtretende Präsident Fritz Johner. Schon seit letztem Sommer seien die bisherigen Mitglieder auf der Suche nach neuen Interessenten. «Wir haben aber nur Absagen erhalten.»

«Keine Ahnung wie es weitergeht»

Der Extremfall Benken steht nicht alleine da: In vielen anderen Dörfern sind die reformierten Gemeindegremein seit Jahren unterbesetzt. Peter Wilhelm, Zuständiger für die Gemeindebehörden bei der Evangelisch-reformierten Landeskirche, zählt elf der rund 170 Gemeindem im Kanton zu den «Problemfällen»: «Das sind etwa dreimal so viele wie 2014.»

Handlungsunfähig droht

Wenn eine Kirchenpflege keinen Präsidenten oder weniger als die Hälfte der in der Kirchenordnung vorgeschriebenen Mitglieder hat, wird sie handlungsunfähig. Erfüllt eine Kirchenpflege die Voraussetzunge auch nach zwei Wahlgängen nicht, setzt die Landeskirche einen Sachwalter ein – auf Kosten der Gemeinde.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Personalmangel der Kirchgemeinden (Abo+).

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