Neftenbach

Kleiner Kindergarten soll Neubau weichen

Geht es nach der Vorstellung des Gemeinderates und der Kommission für Schulraumplanung soll bis 2019 ein markanter Pavillon den kleinen Kindergarten Auenrain ersetzen.

Der Kindergarten Auenrain (oben) ist in die Jahre gekommen und soll durch einen Pavillon ersetzt werden.

Der Kindergarten Auenrain (oben) ist in die Jahre gekommen und soll durch einen Pavillon ersetzt werden. Bild: Marc Dahinden

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Seit Juni steht der Bericht zur Schulentwicklung im Netz, doch entdeckt hätten ihn vermutlich noch nicht viele, meinte Neftenbachs Bauvorstand Beat Brandenberger gestern an der Medienkonferenz zur Schulraumplanung und liess die Katze aus dem Sack: «Der heutige Kindergarten Auenrain soll bis 2019 durch einen markanten dreigeschossigen Pavillon ersetzt werden.» Der geplante Neubau weist in der Tat beachtliche Masse auf: 40 Meter lang, 10 Meter breit und 10 Meter hoch soll der Holzkubus werden. «Das sind schon andere Dimensionen als heute», räumte der Bauvorstand ein, der sich aber überzeugt von dieser Lösung zeigte.

Bevölkerung mitnehmen

«Wir sind gespannt darauf, wie das Projekt aufgenommen wird», so Ruf. Der Gemeinderat möchte sich dieses Mal «möglichst offensiv» geben und sich keine mangelhafte Kommunikation mehr vorwerfen lassen müssen. Letztes Jahr geriet er ins Kreuzfeuer der Kritik, weil es hiess, er agiere im stillen Kämmerlein. Die Strategie, Schulraum zu schaffen, indem bestehende Gebäude für 1,5 Millionen Franken umgebaut werden, erlitt denn auch Schiffbruch (siehe Box).

«Wir sind gespannt darauf, wie das Projekt aufgenommen wird.»Markus Ruf,
Schulpräsident

Seit Januar hat nun eine Kommission mit Vertretern von Schule und Gemeinde unter dem Vorsitz von Brandenberger eine neue Strategie erarbeitet. Laut Prognosen zur Schulraumplanung benötigt Neftenbach längerfristig Raum für 40 Regelklassen. «Das heisst, wir müssen in Zukunft Platz für drei bis vier zusätzliche Klassen schaffen», sagte Schulpräsident Markus Ruf, der die Strategie zur Schulraumplanung mit Brandenberger präsentierte.

Ein Neubau würde viele Probleme lösen, sind Markus Ruf (links) und Beat Brandenberger überzeugt.

Nur noch eine Bibliothek

Das Kernelement der auf rund vier Millionen Franken geschätzten Strategie, die auch die Sanierung der alten Turnhalle beinhaltet, ist der modulare Pavillon. Er soll künftig die einzige Bibliothek von Neftenbach beherbergen. Gemeindebibliothek und Schulbibliothek, wie sie heute existieren, sollen aufgehoben werden. Ferner ist im Pavillon, der einem Neubau in Fehraltorf ähneln soll, Platz für die Schule und die Tagesstrukturen vorgesehen.

«Wir verfolgen eine Strategie der Clusterbildung», erklärte Brandenberger. So sollen Kindergarten, Primarschule und Sekundarschule C jeweils am selben Ort zusammengefasst werden: der Kindergarten auf dem Areal Drei Linden, die Primarschule auf dem Areal Auenrain und die Sekundarschule auf dem Areal Ebni. Der Standort Heerenweg soll laut Bericht langfristig gesichert werden «mit einem attraktiven Angebot für eine Kindergarten- und drei Primarklassen».

Keine Provisorien notwendig

Für den Abbruch des Kindergartens Auenrain seien keine Provisorien notwendig, versicherten die beiden Behördenvertreter, die davon ausgehen, dass das Projekt im Herbst nächsten Jahres an die Urne kommt.

Die Schule Neftenbach weist im aktuellen Schuljahr gesamthaft 37 Klassen auf, je acht in Kindergarten und Sekundarschule sowie 21 in der Primarschule.

(Der Landbote)

Erstellt: 27.09.2017, 18:39 Uhr

Vom Flickwerk zum Neubau

Die Vorschläge, welche in letzter Zeit von behördlicher Seite in Sachen Schulraumplanung gemacht wurden, glichen im Vergleich zum aktuellen Neubauvorhaben einem Flickwerk.

Bei der Bevölkerung kam das nicht gut an. So wurde der geplante Umbau der Hauswartwohnung in Räume für Schulleitung und Verwaltung an der Gemeindeversammlung aus dem Budget gekippt.

Und als der Gemeinderat vor einem Jahr die Turnhalle Dreilinden zur Unterbringung der schulergänzenden Betreuung für 1,5 Millionen Franken umbauen wollte , war die Opposition im Vorfeld der Gemeindeversammlung so gross, dass die Behörde das Projekt kurzerhand zurückzog.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!