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Kuh- und Kirchengeläut ist kein Lärm mehr

An der Gemeindeversammlung von Bauma wurde entschieden, dass Kuh- und Kirchenglocken von den Ruhezeiten ausgenommen werden. Deren Gebimmel soll folglich auch nicht mehr als Lärm einklagbar sein.

Kühe dürfen in Bauma künftig so laut bimmeln wie sie wollen. Ihr Glockengeläut gilt in der Gemeinde künftig nicht mehr als Lärm.
Kühe dürfen in Bauma künftig so laut bimmeln wie sie wollen. Ihr Glockengeläut gilt in der Gemeinde künftig nicht mehr als Lärm.

In Bauma im Zürcher Tösstal sind juristische Streitigkeiten wegen Kuh- und Kirchengeläut künftig kein Thema mehr: Die Gemeindeversammlung hat entschieden, dass solches Geläut nicht mehr als «Lärm» gilt. Es ist somit auch nicht mehr als solchen einklagbar.

«Ich glaube, das ist eine absolute Premiere in der Schweiz»,

Das Läuten von Kirchenglocken und das Bimmeln von Kuh-, Ziegen- oder Schafglocken soll auch nicht zeitlich eingeschränkt werden, sondern grundsätzlich immer erlaubt sein. Es ist generell von Ruhezeiten ausgenommen, wie aus der neuen Polizeiverordnung hervorgeht, die am Montagabend an der Gemeindeversammlung gutgeheissen wurde.

Immer wieder ein Zankapfel

«Ich glaube, das ist eine absolute Premiere in der Schweiz», sagte Gemeindepräsident Andreas Sudler (parteilos) gegenüber dem «Zürcher Oberländer». Er habe keine andere Gemeinde gefunden, die eine ähnliche Bestimmung habe. Kuhglocken und Kirchengeläut sorgten schon in vielen Gemeinden für Streit und Gerichtsfälle.

(SDA)

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