Rickenbach

Mit Hotpot, Schirm und Kapuze dem Wetter getrotzt

Kulinarische Köstlichkeiten, Kultur, Spiel und Spass: Das Ricki-Fäscht bot am Wochenende alles, wasein gutes Dorffest ausmacht. Nur das Wetter hielt nicht mit.

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Flaggen säumen die Hauptstrasse, der Brunnen vor dem Gemeindehaus ist mit Blumen geschmückt. Rickenbach hat sich herausgeputzt fürs Dorffest. Immerhin sind seit der letzten Ausgabe neun, seit der vorletzten sogar 21 Jahre vergangen.

«Mit unserem heimeligen Alphüttenambiente liegen wir goldrichtig.»
Remo Schlatter vom Turnverein

Das siebenköpfige Organisationskomitee (OK) und die mitwirkenden rund 30 Vereine haben sich deshalb mächtig ins Zeug gelegt. Auf dem Schulhofplatz und in den Gassen im Dorfkern reiht sich Stand an Stand. Mitten drin sogar ein Soft-Ice-Stand. Doch der ist verwaist. Kein Wunder, ist doch eher Fondue- statt Glacé-Wetter.

Von Momos und Wildsau

Also ab durch die noch fast leeren Gassen in die Chässtubä des Turnvereins. Dort sind selbst am Samstagnachmittag schon einige Tische besetzt. «Mit unserem heimeligen Alphüttenambiente liegen wir goldrichtig», freut sich Remo Schlatter, der hinter dem Tresen steht.

Das kulinarische Angebot kann sich auch sonst sehen lassen. Von Öpfelchüechli beim Musikverein über tibetische Momo beim Dorfverein bis zum Wildsaupfeffer aus einheimischer Jagd bleibt kaum ein Wunsch offen.

Das Wildgericht gibt’s im Beizli der Jagdgesellschaft, die an ihrem Stand mit Plakaten für die Ablehnung der Jagd-Initiative wirbt. Die bevorstehende Abstimmung stehe nicht im Vordergrund, winkt Urs Philipp, Rickenbacher Jäger und Leiter der Zürcher Fischerei- und Jagdverwaltung, ab. «Für die meisten hier auf dem Land ist der Fall ohnehin klar.» Ziel sei es vielmehr, den Besuchern das einheimische Wild und die Arbeit der Jäger näher zu bringen.

Information ist auch dem Naturschutzverein ein grosses Anliegen. Dieser lädt mit einem grossen Asthaufen und einem Wildpflanzenbeet zum Innehalten ein. «Wir möchten zeigen, wie man im Garten oder auf dem Balkon mit wenig Aufwand und auch auf kleinem Raum viel bewirken kann», sagt Cyrilla Schnell.

Rekordbesuche im Museum

Inzwischen sind die Gassen etwas belebter. Vor der Bühne, wo gerade der Musikverein auftritt, hat sich eine Menschentraube gebildet. Die Zuhörer stecken unter Schirmen und Kapuzen. Dieser Bereich sei absichtlich nicht überdacht, erklärt OK-Präsidentin Bea Pfeifer. «Zum längeren Verweilen sind ja die Festbeizli da.»

Der Feuerwehrverein trumpft dabei mit einem selbst gebauten Holzhaus auf. Laut Kommandant Manfred Rothlin haben 12 bis 15 Leute drei Tage lang daran gearbeitet.

Vor allem tagsüber entspreche das Publikumsaufkommen aber nicht den Erwartungen, heisst es allenthalben. Das Ortsmuseum dagegen, das wegen des Ricki-Fäschts heute zusätzlich geöffnet hat, verzeichnet rekordträchtige Besucherzahlen. Fast jeder der Vorbeigehenden nutze die Gelegenheit, die Sonderausstellung 95 Jahre Radio Schweiz zu besuchen, bestätigt Luzia Waser von der Museumskommission.

Spätestens am Samstagabend dürften sich jedoch auch die Beizli füllen. Und am weniger regnerischen Sonntag vielleicht auch Auswärtige den Weg ans Ricki-Fäscht finden. Frieren muss jedenfalls niemand. Nicht einmal im Freien. Denn die Volleyballer vom VBR haben vor ihrer Beach Bar einen Hotpot aufgestellt. Mit Bierhalter. (Der Landbote)

Erstellt: 02.09.2018, 17:11 Uhr

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