Neftenbach

Mit Instagram junge Bürger ansprechen

Seit dem 1. Mai ist Neftenbach auf Instagram vertreten. Auf Wunsch einiger junger Bürgerinnen und Bürger wagt sich die Gemeinde in die Welt der Likes, Hashtags und Posts.

Neftenbach inszeniert sich seit Mai auch auf Instagram und möchte dort auch mit einem schönen Dorfkern werben.

Neftenbach inszeniert sich seit Mai auch auf Instagram und möchte dort auch mit einem schönen Dorfkern werben. Bild: Doris Fanconi

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Die Sonne senkt sich gerade im perfekten Winkel zur Dorfkirche, so dass man allen die schöne Abendstimmung zeigen möchte? Im Zeitalter von Social Media ist es wohl am einfachsten, das Bild online zu posten. Das Potenzial, das in diesen Plattformen steckt, hat nun auch die Gemeinde Neftenbach erkannt und sich einen Instagram-Account auf Probe angelegt.

Seit dem ersten Mai ist Neftenbach unter dem Namen «gemeinde_neftenbach» auf Instagram vertreten und wird das noch sicher bis Ende Jahr sein. «Dann werden wir schauen, wie sich die Sache entwickelt hat», sagt der stellvertretende Gemeindeschreiber, Mike Böckli. Er betreibt das Profil, erstellt die aktuellen Posts und Bilder. Da Böckli auch die Internetseite der Gemeinde betreut, ist er mit der Materie «einigermassen vertraut», wie er sagt.

Dennoch sei er froh um die Unterstützung der Lernenden. «Ich mache die Posts jeweils mit unserem Auszubildenden im dritten Lehrjahr», sagt Böckli. Dieser prüft dann gleich auf seinem privaten Insta-Account, wie die Neuigkeit für die Nutzer wirkt. Den Hashtag «neftenbach» musste Böckli allerdings nicht neu erfinden: «Den gab es schon», sagt er und lacht.

Reminder und Fotobuch

«Wir werden sicher nicht alles auf Instagram posten», sagt Böckli. Der Gemeinderat habe drei Arten von Posts bestimmt. Erstens werden die Mitteilungen der Gemeinde kundgegeben. Weiter soll das Profil als Reminder dienen: «Wir haben beispielsweise einen Post für die kommenden Abstimmungen vorbereitet.» So sollen die Nutzer von Social-Media zusätzlich motiviert werden. Auch Stimmungsbilder aus der Gemeinde sind erwünscht: «Wenn wir Bilder von schönen Plätzen in Neftenbach bekommen, werden diese sicher auch verwendet», sagt der Instagram-Beauftragte von Neftenbach.

«Wir werden sicher nicht alles auf
Instagram posten.»
Mike Böckli
Stv. Gemeindeschreiber
von Neftenbach

Beim grössten Teil der Posts wird es sich vermutlich um Hinweise auf Veranstaltungen handeln. So hat die Gemeinde bereits auf den Neftimärt oder die Badi-Eröffnung aufmerksam gemacht. «Wenn die Badi aufgeht, werden das die Jungen wohl kaum im Mitteilungsblatt lesen», sagt Böckli. Die Zielgruppe seien vor allem die jüngeren Gemeindemitglieder: «Wir wollen sie mehr ins Dorfleben einbeziehen.»

So kam die Idee für einen Account auf Instagram auch von jungen Neftenbacherinnen und Neftenbachern. «An der letzten Jungbürgerfeier haben einige diesen Wunsch geäussert.» Ob das Instagram-Profil tatsächlich Anklang finde, werde sich Ende Jahr zeigen. Da es sich beim Account der Gemeinde um ein sogenanntes «Business-Profil» handle, könne man sehen, wann und mit welcher Reichweite die Posts aufgerufen werden. «So können wir verfolgen, wie viele Leute ein Bild sehen, wenn dieses geliked wurde.» Momentan zählt Neftenbach 102 Abonnenten. «Wir können schlecht einschätzen, ob das viel oder wenig ist.» Doch für den Anfang sei es in Ordnung.

Das hoffen auf Follower

Beim Erstellen des Accounts hat sich Neftenbach vorwiegend an den Gemeinden Meilen und Pfäffikon Zürich orientiert. Diese haben zwischen 500 und 700 Abonnenten. «Diese Gemeinden sind aber auch etwa doppelt so gross wie Neftenbach», sagt Böckli. Dennoch hoffe man, dass die Anzahl Follower weiter wächst. «Profile von umliegenden Gemeinden haben wir keine gefunden.» Doch er könne sich vorstellen, das auch diese nachziehen werden.

Böckli ist sich auf jeden Fall zuversichtlich: «Es hat sich gezeigt, dass mit jedem Post wieder mehr Leute dazukommen.» Besonders die Vereine freuen sich über den neuen Werbekanal. «Sie haben uns schon viele Bilder geschickt.» Es sei ein Anliegen von Neftenbach, die örtlichen Vereine und Veranstaltungen zu unterstützen.

Ende Jahr wird der Gemeinderat prüfen, ob sich der Aufwand für das Insta-Profil lohnt. «Wir haben aber keine Mindestanzahl Abonnenten festgelegt.» Böckli selbst ist nicht mehr auf Instagram vertreten: «Ich habe mich komplett von Social Media zurückgezogen.» Er schliesse es aber nicht aus, sich wieder ein Profil einzurichten. «Dann würde ich natürlich auch Neftenbach folgen.» (Landbote)

Erstellt: 14.05.2019, 15:27 Uhr

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