Seuzach

Mobilfunkanbieter blitzen vor Gericht ab

Swisscom, Salt und Sunrise wehrten sich gegen die Einschränkung von Antennenstandorten. Das Baurekursgericht entschied jedoch gegen sie.

Auch in Zukunft kein gängiges Bild in Seuzach: Handyantennen in Wohngebieten.

Auch in Zukunft kein gängiges Bild in Seuzach: Handyantennen in Wohngebieten. Bild: Urs Jaudas

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Gemeinde Seuzach darf die Standorte für Mobilfunkantennen in ihrer revidierten Bau- und Zonenordnung so priorisieren, wie es die Gemeindeversammlung im September 2014 beschlossen hatte. Das hat das Baurekursgericht des Kantons Zürich entschieden. Damit liess es die Mobilfunkanbieter Swisscom, Salt und Sunrise mit ihrem Rekurs abblitzen.

Keine sichtbaren Antennen in der Kernzone

Seuzach hatte beschlossen, dass Mobilfunkantennen für die überkommunale Versorgung nur noch in der Gewerbezone zugelassen sind. Für die kommunale Versorgung sind die Standorte für sichtbare Antennen priorisiert: Erste Priorität haben Gewerbezonen, zweite Priorität Zentrumszonen sowie Wohnzonen mit Gewerbeerleichterung, und alle übrigen Bauzonen haben nur dritte Priorität. In der Kernzone wollen die Stimmbürger von Seuzach gar keine Handyantennen sichtbar vor der Nase haben.

Die Mobilfunkanbieter sahen sich von dieser Regelung in ihrer Arbeit unzulässig eingeschränkt. Sie gaben an, die überkommunale Mobilfunkversorgung der Autobahn A1 südlich von Seuzach mit einer Station in der Gewerbezone von Oberohringen – der einzigen auf dem Gemeindegebiet – sei «äusserst unbefriedigend». Weiter wehrten sie sich gegen die dreistufige Priorisierung sowie gegen ein Verbot sichtbarer Antennen in den Kernzonen.

«Grosse Flexibilität»

Das Gericht sah die Sache jedoch anders und wies den Rekurs ab. Die einzige Gewerbezone der Gemeinde grenze im Süden teilweise direkt an die Nationalstrasse A1. Der Autobahnabschnitt könne «ohne weiteres mobilfunkmässig abgedeckt» werden, schreibt das Gericht in seinem Urteil.

Die dreistufige Priorisierung von sichtbaren Anlagen sowie das Verbot von sichtbaren Antennen in der Kernzone schränke die kommunale Versorgung nicht ein. Gemäss Rechtsprechung sei der Ausschluss von sichtbaren Anlagen in den Kernzonen zulässig. Das Gericht sieht in der Seuzacher Regelung eine «vergleichsweise grosse Flexibilität» für die Mobilfunkanbieter.

Erstellt: 15.09.2015, 20:39 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben