Elgg

Neue Doppelhalle bremst Schule aus

Das Hallenprojekt verlangsamt die Planung für dringend nötigen Schulraum.

Die Primarschule Elgg braucht dringend mehr Schulraum.

Die Primarschule Elgg braucht dringend mehr Schulraum. Bild: elo

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Am Mittwochabend wäre eigentlich ein Informationsanlass zum Thema Schulraum geplant gewesen. So hatte es die Elgger Primarschulpräsidentin Monika Brühwiler (SVP) an der letzten Gemeindeversammlung angekündigt. Doch trotz Zeitdruck musste die Primarschulpflege den Anlass verschieben: «Nach Absprache mit der Rechnungsprüfungskommission mussten wir nochmals über die Bücher», sagt Brühwiler. Die Primarschule Elgg platzt aus allen Nähten. Bereits im nächsten Schuljahr wird es mehr Klassen geben, als der Schule momentan Räume zur Verfügung stehen – inklusive des Schulraums Hofstetten.

«Wir sind blockiert»

Dass die Zeit knapp ist, hat vor allem mit dem Projekt Doppelturnhalle zu tun. Der Wunsch für eine grössere Halle kam aus der Bevölkerung und von Vereinen. Die Primarschule selbst würde lediglich die bisherige Turnhalle sanieren. Doch weil sich die Elggerinnen und Elgger im Februar an der Urne für eine grössere Halle ausgesprochen haben und diese direkt angrenzend zum Schulareal auf dem Boden der Politischen Gemeinde gebaut werden soll, betrifft sie die Schule direkt. «Unsere Planung in Sachen Halle ist blockiert», sagt Brühwiler. Man habe sich deshalb entschieden, etappenweise auszubauen. Insgesamt rechnet die Primarschule Elgg mit Investitionen in der Höhe von zehn Millionen Franken für einen neuen Schultrakt, Ausbauten und Sanierungen.

«Es ist dringend, wir spielen jetzt schon Sudoku.»Monika Brühwiler, Elgger Primarschulpräsidentin (SVP)

Die Schulpflege hat ihren Antrag nun noch einmal überarbeitet. Unter anderem habe man sich für ein anderes Ausschreibungsverfahren entschieden, sagt Brühwiler. Die Gemeindeversammlung soll im Dezember entscheiden: «Es ist dringend, wir spielen jetzt schon Sudoku.»

Halle finanziell auf Kurs

Derweil ist das Projekt Doppelturnhalle laut Erich Wegmann aus dem Initiativkomitee auf Kurs. Ein Vorprojekt sei ausgearbeitet, die Statuten für die Genossenschaft seien erstellt und derzeit arbeite man an einem Entwurf für ein sogenanntes Handbuch, das noch mehr Informationen über die Nutzung und das Budget enthalten soll. Er habe zudem Gespräche mit drei Banken geführt, die Lösungen signalisiert hätten. «Es braucht aber noch viel mehr Absprachen», sagt Wegmann. Man sei mit allen Behörden im Gespräch und an einem Baurechtsvertrag werde derzeit ebenfalls gearbeitet. Eine nächste Abstimmung zum Projekt finde frühstens im nächsten Februar statt.

Erstellt: 10.09.2019, 16:35 Uhr

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