Turbenthal

Neue Wohnungen am «Goldhang»

Hinter der denkmalgeschützten Villa Boller in Turbenthal werden ab 2019 fünf neue Häuser gebaut. 21 Wohnungen sollen darin entstehen.

So soll es in gut zwei Jahren aussehen: An der Turbenthaler «Sunnhalde» sind fünf Häuser geplant.

So soll es in gut zwei Jahren aussehen: An der Turbenthaler «Sunnhalde» sind fünf Häuser geplant. Bild: PD

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Es ist die wohl beste Lage in Turbenthal: Am Hang, zentrumsnah und mit viel Sonne. Wenn man wollte, könnte man analog zur «Goldküste» auch vom «Goldhang» Turbenthals sprechen.

So ist es auch kein Wunder, dass sich die Fabrikantenfamilie Boller 1928 an der «Sunnhalde» eine mittlerweile denkmalgeschützte Villa bauen liess, die bis heute über Turbenthal blickt.

Risistrasse 14 wird abgerissen

Heute, 90 Jahre später, ist das Dorf stark gewachsen, doch eine der besten Lagen ist immer noch die «Sunnhalde». Hinter der Villa Boller soll ab nächstem Frühling eine Überbauung mit fünf Terrassenhäusern entstehen, die in der Mitte durch einen Weg verbunden sind. Insgesamt 21 Wohnungen und eine Tiefgarage sind geplant.

Damit wird einer der letzten Flecken Bauland am Sonnenhang überbaut, die Bewilligung ist bereits erteilt. Auf Herbst 2020 werden voraussichtlich die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

Um den nötigen Platz für die Überbauung zu schaffen, wird ein rund 60 jähriges Haus an der Risistrasse 14, nördlich der Villa Boller, abgerissen.

«Wenn eine Wohnung in Turbenthal eine Million kostet, wäre sie in der Agglomeration Zürich zum doppelten Preis auf dem Markt.» 

Bauherr ist die eigens für das Projekt gegründete Sunnhalde Panorama AG. Laut dem Handelsregister bilden der Elgger Architekt Fabian Mantel und Peter Rudolf Richle, Geschäftsführer der Winterthurer Swiss Denta Gmbh, den Vorstand.

Peter Andrist ist zusammen mit der Turbenthaler BRT Treuhand und Immobilien GmbH für den Verkauf der Wohnungen zuständig. Er hat östlich der geplanten Überbauung ein Terassenhaus in ähnlichem Stil gebaut.

Vorab sollen neun der 21 neuen Wohnungen verkauft werden. Die Preise dieser 4,5-Zimmer-Wohnungen liegen zwischen 1 bis 1,25 Millionen Franken. Ob die restlichen Wohnungen vermietet oder verkauft werden, entscheidet der Bauherr voraussichtlich anfangs 2019.

Verkäufer Andrist sagt zum aktuellen Bauboom im Tösstal: «Wenn eine Wohnung in Turbenthal eine Million kostet, wäre sie in der Agglomeration Zürich zum doppelten Preis auf dem Markt.»

Auch die voraussichtlich ab Dezember verkehrende S11 nach Zürich nennt er als Grund: «Durch die Mobilität ist Turbenthal interessanter geworden.» Zudem lobt er die Infrastruktur im Ort, den er als «Herz des Tösstals» bezeichnet: «Einzig eine Apotheke fehlt, sonst hat es alles.»

«Subjektiver Fluglärm»

Der relativ hohe Steuerfuss (122 Prozent) in Turbenthal sei bei Kaufinteressierten bisher kein Thema gewesen, sagt Andrist. Das Dorf befindet sich zusätzlich in der Schneise des Ostanflugs. Ein Problem? «Fluglärm unterliegt einer subjektiven Beurteilung.

Während mir die blinkenden Lämpchen am Abendhimmel Freude bereiten, stört das andere», antwortet Andrist. Die Umweltbelastung und die Gerechtigkeit in Bezug auf die Verteilung der Flugbewegungen sei ein anderes Thema.

Die fünf Häuser werden nach dem strengsten Minergie-Standard gebaut. Eine Solaranlage auf dem Dach und eine Erdsonden-Wärmepumpe ergeben «sehr niedrige Heizkosten», wie es in einer Mitteilung heisst.

(Der Landbote)

Erstellt: 10.08.2018, 16:40 Uhr

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