Illnau-Effretikon

Neuer Vierfachkindergarten geplant

In den Kindergärten von Effretikon wird es eng. Deshalb soll bis 2021 ein zusätzlicher gebaut werden. Das Projekt eilt.

Der Dreifachkindergarten Rosswinkel soll abgerissen werden.

Der Dreifachkindergarten Rosswinkel soll abgerissen werden. Bild: Marc Dahinden

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In Illnau-Effretikon nehmen die Schüler- und Kindergärtlerzahlen derzeit jährlich zu. Insgesamt besuchen heute fast 1800 Kinder den Unterricht in den verschiedenen Schulhäusern der Stadt. In den Kindergärten sind es derzeit rund 180 pro Jahrgang, verteilt auf 17 Kindergärten.

Die Zahlen schwankten jedoch von Jahr zu Jahr stark, sagt Schulpräsidentin Erika Klossner. Deshalb führt man derzeit in Effretikon zwei Grosskindergärten mit 26, respektive 28 Kindern. Für diese stehen jedoch auch mehr Ressourcen wie Lehrpersonen und Unterrichtsräume zur Verfügung. In einer normalen Klasse besuchen in der Regel etwa 21 Kinder den Unterricht.

«Diese Lösung ist betrieblich und ökonomisch am zweckmässigsten» 

Spätestens zu Beginn des Schuljahres 2021/22 braucht es vor allem im Einzugsgebiet der Schulanlage Schlimperg im Vogelbuckquartier einen zusätzlichen Kindergarten, wie der Stadtrat in seinem aktuellen Verhandlungsbericht bekannt gibt. Weil nun aber der bestehende Dreifachkindergarten Rosswinkel aus den Jahren 1965/66 sanierungsbedürftig ist, soll auf dem gleichen Areal ein Vierfachkindergarten gebaut werden.

Man habe verschiedene Varianten geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass diese Lösung «betrieblich und ökonomisch am zweckmässigsten» sei, steht im Verhandlungsbericht weiter. In Illnau reichen die bereits vorhandenen Kindergärten aus.

80 000 Franken bewilligt

Um die für die Planung notwendigen Grundlagen zu erarbeiten, hat sich eine Projektgruppe unter der Leitung von Schulpräsidentin Erika Klossner gebildet. Einsitz nehmen unter anderen auch Hochbauvorstand Reinhard Fürst und Schulleiter Reto Diem. Für die Arbeit der Projektgruppe hat der Stadtrat kürzlich einen Planungskredit von 80 000 Franken bewilligt.

«Es braucht kreative Lösungen»

Damit soll die Projektgruppe das Geschäft so weit vorbereiten, dass sie dem Parlament im Frühjahr 2018 einen Projektierungskredit vorlegen kann. Im zweiten Halbjahr ist dann ein Projektwettbewerb vorgesehen. Das Resultat dient als Basis für das Bauprojekt, den Kreditantrag an das Parlament und die anschliessende Urnenabstimmung. Laut ersten Grobkostenschätzungen werden Abbruch des bestehenden Kindergartens und Neubau auf knapp 5 Millionen Franken zu stehen kommen.

Die Bauarbeiten sollen gemäss einem groben Terminplan im Sommer 2021 beginnen und bis zum Start des neuen Schuljahres im August zur Verfügung stehen. Was mit den Kindergärtlern während der Bauzeit geschieht, ist offen. «Es braucht kreative Lösungen», sagt Schulpräsidentin Klossner. Und um Provisorien werde man nicht herum kommen. «Die hätten wir auch bei einer Sanierung gebraucht.»

(Der Landbote)

Erstellt: 14.12.2017, 14:56 Uhr

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