Pfungen

Nicht alle Nachbarn zahlen

260 000 Franken kostet eine neue Busstation am Bahnhof Pfungen. Die Nachbargemeinden zahlen einen Beitrag von je 10 000 Franken. Allerdings nicht alle.

Die Haltestelle vor dem SBB-Betriebsgebäude (rechts im Bild) bleibt vorläufig erhalten. Die neue kommt anstelle des Schuppens (links) zu stehen.

Die Haltestelle vor dem SBB-Betriebsgebäude (rechts im Bild) bleibt vorläufig erhalten. Die neue kommt anstelle des Schuppens (links) zu stehen. Bild: Marc Dahinden

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Das Gesetz schreibt es vor, und deshalb tun es auch alle – mit einer Ausnahme: Die Nachbar­gemeinden von Pfungen, Neftenbach, Dättlikon sowie Freienstein-Teufen, zahlen je einen Beitrag von 10 000 Franken an die neue Bushaltestelle am Bahnhof Pfungen. Rorbas nicht. Gemeindeschreiber Roger Suter begründet dies wie folgt: «Wir sind der Meinung, dass der entsprechende Paragraf im Gesetz über den öffentlichen Personenverkehr sehr restriktiv ausgelegt werden muss.» Denn sonst dürfte es bald die Regel sein, dass Gemeinden untereinander Geld für die ÖV-Infrastruktur hin und her schieben. «Das erachten wir weder für sinnvoll, noch dürfte das im Sinne des Gesetzgebers sein.»

Ab Dezember 2018 wird der Bahnhof Pfungen von zwei Bus­linien bedient. Es sind dies die ­Linie 674 von Stadtbus und die Postautolinie 529. Letztere verbindet Pfungen mit Rorbas, Freienstein und Dättlikon. («Land­bote» vom 4. November). Spä­testens bis dann braucht es am Bahnhof Pfungen eine zusätz­liche Haltestelle. Am 28. September hat die Gemeindeversammlung dem erforderlichen Kredit von 260 000 Franken mit grosser Mehrheit zugestimmt («Land­bote» vom 30. September).

Nochmals das Gespräch suchen

Die Gemeinden, welche den ­finanziellen Zustupf zugesagt haben, begründen dies mit der gesetzlichen Vorgabe. Gemäss dieser müssen sich der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) sowie auch die nutzniessenden Nachbar­gemeinden angemessen an den Kosten des Bauvorhabens für den öffentlichen Verkehr beteiligen.

Man werde das Gespräch mit Rorbas nun nochmals suchen, sagt Pfungens Gemeindeschreiber Stephan Brügel. Leisten die Nachbargemeinden einen finanziellen Beitrag, wird sich auch der ZVV beteiligen. Ein entsprechendes Gesuch werde die Gemeinde noch einreichen, sagt Brügel.

Die an der Gemeindeversammlung bewilligten Kosten sind für den Bau einer Haltestelle im Bereich des heutigen Güterschuppens gedacht. Die bestehende Haltestelle beim Stationsgebäude bleibt vorläufig erhalten. In Zukunft müssen aber beide Haltestellen am gleichen Ort platziert sein. Örtlich getrennte Kanten würden nur als provisorische Lösung akzeptiert, heisst es dazu im Weisungsbüchlein zur Gemeindeversammlung.

Eine halbe Million Franken

Gemäss einer Schätzung wirdder gesamte Ausbau des Bushofs auf eine halbe Million Frankenzu stehen kommen. Wann die ­definitive Lösung realisiert wird, ist offen und hängt von der gesamten Entwicklung im Gebiet um den Bahnhof ab.

So hat die Gemeindeversammlung auch einer revidierten Nutzungsplanung sowie einem pri­vaten Gestaltungsplan der na-hen Keller AG Ziegeleien zugestimmt. Die Firma plant zusätzliche Bauten. Auch ist zwischen dem Betriebsgebäude und dem Schuppen eine Unterführung unter den Gleisen vorge­sehen. Und schliesslich sollen die Bahnhof- sowie die Riedäckerstrasse saniert werden.

Sicher ist nur, dass die Unterführung bis Ende 2023 fertig­gestellt sein muss. Denn bis dann müssen die Forderungen des ­Behindertengleichstellungsgeset-zes erfüllt und die Bahnhöfe barrierefrei zugänglich sein. Mit der Unterführung wird auch die Sicherheit der Passagiere erhöht.

Die neuen Bushaltestellen mit 22 Zentimeter hohen Anlegekanten sollen dereinst parallel zu den Gleisen zu liegen kommen. Ein Gelenkbus benötigt neben einem Standplatz von 20 Metern auch eine Zu- und Wegfahrdistanz von 20 Metern. Dies, damit die Karosserie des Busses nicht an der Anlegekante ansteht. (Der Landbote)

Erstellt: 12.11.2017, 18:03 Uhr

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