Neftenbach

Nur die Japaner haben besser gespielt

neftenbach Sie spielte sich am Welt-Jugendmusik-Festival mit ihrer Querflöte an die Weltspitze. Nadine Brennwald holte sich mit dem Nationalen Jugendblasorchester den Vizeweltmeistertitel.

Nadine Brennwald ist seit drei Jahren Teil des Nationalen Jugendblasorchesters.

Nadine Brennwald ist seit drei Jahren Teil des Nationalen Jugendblasorchesters. Bild: zvg

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«Es war ein wahnsinniges Er­lebnis.» Nadine Brennwald ist noch voller Eindrücke des Welt-Jugendmusik-Festivals (WJMF), das ver­gangenes Wochenende in Zürich stattfand. «Am Schlussfest im Hallenstadion gab es eine Zuschauerwelle nach der anderen», erzählt sie. «Da konnte man sehen, wie die Blasmusik lebt und gar nicht etwa verstaubt ist.» Die 23-jährige Querflötistin spielt im Nationalen Jugendblasorchester mit. Zuvor hatten sich die 70 besten Schweizer Nachwuchsmusikanten eine Woche lang auf der Musikinsel Rheinau auf die zwei Auftritte im Theater 11 vorbereitet. Am Festival traten sie dann mit insgesamt 4000 jungen Blä­serinnen und Bläsern aus aller Welt auf.

Höchste Konzertklasse

Mit Erfolg. Am WJMF holten sich die sinfonischen Bläser in der höchsten Kategorie der Konzertklasse den Schweizer-Meister- und den Vizeweltmeister-Titel. «Nur die Japaner waren besser», sagt Brennwald. Doch diese würden täglich etwa zwei Stunden lang üben.

Seit etwa drei Jahren ist Nadine Brennwald Teil des Nationalen Jugendblasorchesters. «In diesem Orchester ist so viel Energie vorhanden, und diese dann in Musik umzusetzen, die eigentlich perfekt ist, ist der Wahnsinn.» Da spüre man es bis unter die Zehennägel kribbeln», sagt die Studentin, die an der ETH Gesundheitswissenschaft studiert. Am Donnerstagabend erschien sie mit einer ähn­lichen Aussage in der «Tagesschau»-Hauptausgabe in einem Beitrag über das Welt-Jugendmusik-Festival. Dass Blasmusik heute keineswegs verstaubt sei, könne man an den beiden Stücken hören, mit denen das Jugendblasorchester am Festival in Zürich punktete, sagt Brennwald: «Solemnitas» von Franco Cesarini und «Les trois notes du Japon». Ob die Schweizer mit letzterem Stück wohl andeuten wollten, dass die besten Jungbläser aus Japan kommen?

Angefangen im Musikverein

Nadine Brennwalds Jungbläserlaufbahn startete im Musikverein Neftenbach. «Ein Kollege hat mich dann in die Stadtjugend­musik Winterthur mitgenommen.» Durch eine Musiklehrerin kam die begabte Hobbymusikerin dann ins Zürcher Jugendblasorchester und bewarb sich schliesslich für das nationale.

Sowohl im Musikverein Neftenbach wie auch in der Jugendstadtmusik Winterthur spielt Brennwald immer noch mit. Umsomehr freut es sie, dass auch die Jungtambouren am WJMF reüssierten. «Sie wurden in der einstimmigen Trommelkomposition Vier­te insgesamt und Beste im Kanton», erzählt sie stolz. (Landbote)

Erstellt: 11.07.2017, 08:26 Uhr

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