Zum Hauptinhalt springen

Nur ein Hausteil bleibt erfasst

Es prägt das Ortsbild von Oberohringen, das Reihenhaus an der Münzerstrasse. Nun soll es verkauft werden. Ein Teil bleibt im Schutzinventar.

Nur der Hausteil an der Münzerstrasse 3 (dunkle Holzfassade) soll im Inventar bestehen bleiben.
Nur der Hausteil an der Münzerstrasse 3 (dunkle Holzfassade) soll im Inventar bestehen bleiben.
Johanna Bossart

Der Laie würde es nicht als ausgesprochen schön bezeichnen, das Reihenhaus an der Münzerstrasse 1 und Schaffhauserstrasse 78. Teile des Gebäudes stammen aus dem 18. Jahrhundert. Der Rest kam später hinzu. Es ist im Inventar der kunst- und kulturhisto­rischen Schutzobjekte der Gemeinde Seuzach aufgelistet. Ursprünglich standen dort einmal zwei Bauernhäuser. Gleich daneben sind heute moderne Reiheneinfamilienhäuser zu sehen.Der Gemeinderat hat nun entschieden, die Häuserreihe aus dem Inventar zu entlassen – mit Ausnahme des Gebäudeteils an der Münzerstrasse 3. Wer diesen dereinst verändern möchte, müsste zuerst abklären, ob er unter Schutz gestellt wird. Die Unterlagen zur Inventarentlassung liegen bis am 5. Februar auf der Verwaltung zur Einsicht auf.

Verkaufsauftrag erteilt

Die Besitzer, eine Erbengemeinschaft, wollen das Haus verkaufen, wie Hulda Lamprecht, die selbst noch dort wohnt, stell­vertretend für die Erbengemeinschaft sagt. Der Verkaufsauftrag sei an die Winterthurer Firma Wittwer Immobilien erteilt. Dort gibt man zur Auskunft, dass nun erst die rechtskräftige Inventarentlassung abgewartet werde, bevor man die Verkaufsunterlagen zusammenstelle und das Objekt ausschreibe. Somit ist auch der Verkaufspreis offen.

Laut dem Eintrag im Inventar definiert die Häuserreihe den nördlichen Dorfrand und ist für das Ortsbild von Oberohringen von grosser Bedeutung. Der heute noch bestehende Kernbau, als Riegelhaus gebaut und heute verputzt, entsprach einem Bauernhaus mit östlichem Wohnhaus und westlicher Scheune. Das westliche Wohnhaus wurde 1862 angebaut und 1975 sowie 1981 erweitert. Die Scheune stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das ganze Gebäude dokumentiere eine für das 19. Jahrhundert typische Entwicklung eines Hauses, heisst es weiter. Als die Bevölkerung wuchs, sei das Haus geteilt und erweitert worden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch