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Ohne Wendeschlaufe kein Seuzi-Bus

Im Dezember 2018 erhält die Region neue Buslinien. Damit diese auch eingeführt werden können, braucht es in Hettlingen eine schnelle Wendemöglichkeit.

Die Gemeinde muss wegen des neuen Fahrplanes an der Rutschwilerstrasse eine Buswendeschlaufe bauen.
Die Gemeinde muss wegen des neuen Fahrplanes an der Rutschwilerstrasse eine Buswendeschlaufe bauen.
Johanna Bossart

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 verkehren in Hettlingen deutlich mehr Busse. Und damit der Fahrplan auch funktioniert, ist eine Wendeschlaufe im Kreuzungsbereich Föhrenstrasse/Rutschwilerstrasse zwingend. «Ohne diese kann das neue Angebot, das speziell für Hettlingen, aber auch für die ganze Region attraktiv ist, nicht eingeführt werden», sagt Markus Hegglin, Leiter der Postauto-Region Zürich.

«Ohne Wendeschlaufe kann das neue Angebot, das speziell für Hettlingen attraktiv ist, nicht eingeführt werden»

Markus Hegglin, Leiter Postauto-Region Zürich

So wird die Gemeinde etwa mit der Linie 679 neu direkt mit Seuzach verbunden. Auf diesem Kurs verkehrt das gleiche Fahrzeug wie auf der Linie 677. Und nur dank einer Wendeschlaufe ist es möglich, das Fahrzeug sofort zu wenden und nach Seuzach fahren zu lassen. Müsste der Bus eine längere sogenannte Wendefahrt unternehmen, wäre die Zeit zu knapp. Die Gemeinde ist deshalb daran, die Planung der neuen behindertengerechten Haltestelle voranzutreiben.

An der Budget-Gemeindeversammlung gab Tiefbauvorstand Markus Bossart bekannt, dass zahlreiche Gespräche mit Landeigentümern stattgefunden hätten. «Die Planung war nicht ganz einfach», sagte er. Man habe verschiedene Möglichkeiten geprüft. Und dort, wo die Wendeschlaufe nun hinkommen soll, wächst im Sommer zum Beispiel Getreide. Es handelt sich nämlich um Landwirtschaftsland.

Mit dem betroffenen Grundeigentümer habe man sich einigen können, sagte Bossart. Dieser erhält nun an einem anderen Ort Pachtland, das ihm zu den üblichen Konditionen zur Verfügung gestellt wird.

Haltestelle wird renaturiert

Die Wendeschlaufe ist – anders als die heutige Haltestelle – östlich des Flurwegs Föhrenstrasse vorgesehen. Der Bereich, wo heute der Bus hält, wird renaturiert. Geplant sind auch ein Bushäuschen und ein Veloabstellplatz. Das definitive Projekt steht noch nicht. Es muss vorher noch alle Bewilligungsinstanzen durchlaufen. Auch der Kanton wird sich dazu äussern.

Wie viel die Haltestelle inklusive Wendeschlaufe die Gemeinde Hettlingen kosten wird, könne man noch nicht beziffern, sagt Gemeindeschreiber Matthias Kehrli. «Der Verteilschlüssel ist noch nicht definiert.» Der ZVV werde sicher einen Beitrag leisten. Laut einer Schätzung kommt die neue Haltestelle auf 250 000 Franken zu stehen. Spätestens im Dezember 2018 müssen die Bauarbeiten beendet sein.

Heute wird das Dorfzentrum von Hettlingen mit der Postautolinie 676 erschlossen. In der Hauptverkehrszeit ist dies wegen des hohen Verkehrsaufkommens nicht sehr attraktiv. Mit dem Bahnausbau im Dezember 2018 erhält die Gemeinde darum eine schnelle Busverbindung an ihren Bahnhof. Reisende können von dort auf die S-Bahn umsteigen (siehe auch Kasten rechts). Dafür braucht es am Bahnhof ebenfalls eine neue Bushaltestelle. Diese ist als Provisorium bereits erstellt und soll bis Ende 2023 behindertengerecht ausgestaltet sein.

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