Neftenbach

Plötzlich schwammen junge Schildkröten im Teich

Die Schildkröten im Garten einer Neftenbacherin werden immer mehr. Nun rätselt sie darüber, woher die neusten Jungtiere komme

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Rosmarie Kramer aus Neftenbach war zwar von ihrer Nachbarin per Telefon vorgewarnt worden. Trotzdem staunte sie, als sie aus den Ferien zurückkehrte und in einen ihrer beiden Teiche blickte: Darin schwammen zwei junge Wasserschildkröten. Wie sie dahin gekommen waren, fragte sie sich. Im Teich nebenan leben zwar neun erwachsene Tiere der gleichen Rasse, «doch die haben keinen Zugang zum kleinen Teich», schrieb sie in einem Beitrag im Neftenbacher Mitteilungsblatt.

Kein Sand im Garten

Zudem brauchen Muttertiere Sand, um für Nachwuchs zu sorgen und ihre Eier zu vergraben. Die Sonne «brütet» diese dann aus. Doch Sand hat es im Garten von Rosmarie Kramer keinen. Und auch sonst sind die Brut-Bedingungen nicht ideal, wie sie sagt. «Sind sie vom Himmel gefallen?», schrieb Kramer im Mitteilungsblatt weiter. Auf den Beitrag hin meldete sich niemand. Und mittlerweile sind es schon mindestens fünf neue Jungtiere, die sich im Teich tummeln.

«Zuerst dachte ich noch, dass mir jemand die Schildkröten einfach in den Teich gesetzt hat.»Rosmarie Kramer

«Zuerst dachte ich noch, dass mir jemand die Schildkröten einfach in den Teich gesetzt hat.» Etwa als Mitbringsel aus den Ferien in Italien. Denn dort könne man die kleinen Rotwangen-Schmuckschildkröten einfach auf dem Markt kaufen. Doch nun vermutet Kramer, dass eine der erwachsenen Weibchen Eier gelegt hat. Wie die Jungtiere dann allerdings zum kleinen Teich rüber wandern konnten, wisse sie nicht, sagt sie. Es komme zwar immer mal wieder vor, dass eines der Tiere ausreisse. Doch wie diese das machen, sei ihr ein Rätsel.

Rosmarie Kramer will die Tiere, die in Nordamerika heimisch sind und die meiste Zeit ihres Lebens im Wasser verbringen, behalten. «Ich habe genug Platz und sie fressen ja nicht so viel.» Mindestens vier ihrer Schildkröten sind solche, die Fremde vorbei brachten, nachdem sie sie in der Töss oder zwischen der Badi und dem Badiweiher fanden.

Bis 40 Jahre alt

Rotwangen-Schmuckschildkröten werden bis zu 40 Jahre alt. Ab einer Grösse von etwa 18 Zentimeter fangen die Weibchen an, Eier zu legen. Die Tiere dürfen übrigens nicht ausgesetzt werden. Denn in der Freiheit machen sie den einheimischen Arten das Nahrungsangebot und den Lebensraum streitig. Dadurch können sie an den hiesigen Ökosystemen verheerende Schäden anrichten.

Erstellt: 05.09.2019, 09:13 Uhr

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