Elgg

Primarschulpflege darf weiter planen

Die Versammlung der Elgger Schulgemeinden hat den Projektierungskredit für die Schulraumerweiterung Im See bewilligt. Dies aber erst nach einigen Diskussionen.

Ende November informierten bereits alle Behörden über die anstehenden Projekte.Foto: Archiv Enzo Lopardo

Ende November informierten bereits alle Behörden über die anstehenden Projekte.Foto: Archiv Enzo Lopardo

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Die Primarschulpflege musste am Donnerstagabend einige Fragen beantworten. Umstritten war der Projektierungskredit von 450000 Franken für die Erweiterung der Primarschulanlage Im See.

Vier Millionen Franken soll die Umsetzung der ersten Etappe dann kosten. «Wir wollen mit dem Kredit etwas ausarbeiten, das Fleisch am Knochen hat», sagte Primarschulpräsidentin Monika Brühwiler (SVP) vor der Debatte. Über das Projekt an sich könne das Stimmvolk dann nochmals befinden.

Aber so schnell ging das Geschäft nicht über die Bühne. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) betonte wie schon zuvor, dass das gesamte Investitionsvolumen der kommenden Jahre «nicht tragbar» sei.

Insgesamt stehen in Elgg derzeit Investitionen von 20 Millionen Franken zur Diskussion – für die Primarschule rund 10 Millionen und weitere 10 Millionen für eine grosse Sporthalle. Ohne eine massive Steuerfusserhöhung seien diese Summen nicht finanzierbar, warnte die RPK.

Eine Million gespart

Ein Votant forderte daraufhin, dass «alle ihre Projekte redimensionieren». Mit einem Modulbau könne man bei der Schule sicher zwei Millionen sparen und auch die Turnhalle müsse nicht die Luxusvariante sein. «Dann können wir uns alles leisten», sagte er.

Ein weiterer Stimmbürger drückte sein Misstrauen aus. Denn die RPK hatte den ersten Antrag der Primarschulbehörde im Sommer nicht gut geheissen. Daraufhin verschob diese den im September geplanten Infoabend und speckte das Projekt innert wenigen Wochen von fünf auf vier Millionen Franken ab. «Wenn ihr in so kurzer Zeit eine Million Franken sparen konntet, frage ich mich, ob ihr dann in einigen Wochen noch eine Million runtergeht, wenn wir den Kredit jetzt ablehnen», sagte der Stimmbürger.

Präsidentin Brühwiler erklärte daraufhin, dass die gemachte Einsparung relativ einfach war. Man habe ein anderes Auswahlverfahren genommen, das günstiger sei und den Bau nicht mehr so geplant, dass man ihn später aufstocken könnte. Das Projekt selbst habe sehr ähnlich ausgesehen.

«Steuerzahler von morgen»

Gemeinderat Andreas Kron (FDP) brachte gleich selbst eine kleine Präsentation mit und zeigte das Beispiel eines Modularbaus der Kantonsschule Baden. Diese hatte einen Bau erstellt, der sich auch leicht wieder entfernen lässt, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Brühwiler versicherte an dem Abend immer wieder, dass die Primarschulpflege selbstverständlich verschiedene Varianten prüfen und auf die Kosten achten werde.

Für den Kredit sprach sich Erich Wegmann (SP) aus, Initiant der Genossenschaft, die vielleicht die neue Sporthalle bauen könnte: «Unsere Kinder brauchen eine gute Infrastruktur für eine gute Bildung», sagte er. Schliesslich seien das die Steuerzahler von morgen. «Geben wir der Schulpflege doch die Chance, weiter zu planen.»

Er und seine Kollegen würden derzeit hart daran arbeiten, die neue Turnhalle so umzusetzen, dass sie mit einer vernünftigen Steuererhöhung realisierbar sei. Mit 58 zu 8 Stimmen wurde der Kredit von den insgesamt 72 anwesenden Stimmberechtigten schliesslich genehmigt.

Die Budgets 2020 sowie einige Bauabrechnungen von Sekundar- und Primarschule wurden ohne Gegenstimmen bewilligt.

Erstellt: 13.12.2019, 17:35 Uhr

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