Gachnang

Professioneller und geeinter

Die fünf ehemaligen Ortsgemeinden sind zwanzig Jahre nach der Fusion zusammengewachsen: Grünflächen existieren ebenso wenig wie Rivalitäten. Bald wird das gefeiert.

Neuzuzüger, wie hier in der Überbauung Schlosswiese, haben Gachnang verändert.

Neuzuzüger, wie hier in der Überbauung Schlosswiese, haben Gachnang verändert. Bild: Heinz Diener

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Zu einem Behördenmitglied nach Hause gehen und dort noch rasch ein Anliegen bei einem Glas Bier klären. Was vor 1998 in den Ortsgemeinden Islikon, Kefikon, Gachnanag, Niederwil und Oberwil noch funktionieren mochte, ist heute passé. Denn vor 20 Jahren wurden die fünf Ortsgemeinden zur Politischen Gemeinde Gachnang zusammengeschlossen. Am 26. August wird das Jubiläum gefeiert. «Die Fusion war ein vernünftiger Schritt», sagt Gemeindepräsident Matthias Müller, der die Geschicke des fusionierten Gachnangs schon seit Beginn leitet. Die Bevölkerung könne besser auf die Verwaltung zugehen. Viele Dienstleistungen, wie beispielsweise die Hilfe beim Ausfüllen der Steuererklärung, seien institutionalisiert. «In einer Ortsgemeinde wie Niederwil mit gut 400 Einwohner wäre so etwas nie möglich gewesen».

S-Bahnhof erinnert an früher

Gachnang zählt heute 4300 Einwohner und ist in den vergangenen fünf Jahren enorm gewachsen. Grüne Flächen wichen grossen Überbauungen, viele Neuzuzüger kamen. Diese kennen nur eine Gemeinde und nicht die alten Ortsgemeinden. «Auch deshalb haben sich die alten Gräben endgültig aufgelöst», sagt Müller. Der S-Bahnhof – er heisst Islikon – erinnert noch an die alte Zeit, sowie die einzelnen Ortsvereine, die immer noch sehr aktiv sind.

«Es wäre schön, wenn sich die Neuzuzüger in Zukunft noch mehr einbringen würden»Matthias Müller, Gemeindepräsident

Matthias Müller legt nächsten Frühling sein Amt als Gemeindepräsident nieder. Auch Gemeinderätin Andrea Waltenspül hört auf. Somit kommt es zu einem Umbruch. Auch der Bau-Boom wird abflachen, denn der aktuelle Zonenplan sei praktisch erschöpft. «Es wäre schön, wenn sich die Neuzuzüger in Zukunft noch mehr einbringen würden», sagt Müller. Manchmal komme es ihm vor, als ob sie ein Haus bauten und dann einfach ihre Ruhe wollten.

Nicht selbstbeweihräuchern

Eine nächste Gelegenheit um sich zu integrieren gibt es am Sonntag 26. August. Dann wird auf der Wiese «Au» das 20-Jahr-Jubiläum der Gemeinde gefeiert. Für den Brunch haben sich 800 Leute angemeldet – ein knapper Viertel der Bevölkerung. «Nur Gachnangerinnen und Gachnanger wurden eingeladen», sagt Matthias Müller. Der Brunch solle ein Dankeschön für die Menschen sein, die Ganchnang ausmachen und keine Selbstbeweihräucherung mit Ehrengästen. An den darauffolgenden Programmpunkten dürfen dann auch Nicht-Angemeldete und Auswärtige teilnehmen. Unter anderem erwartet die Gäste eine Schnitzeljagd durch die ganze Gemeinde. Nicht etwa Holzschnitzel weisen den Weg, sondern Koordinaten auf den Smartphones. (Landbote)

Erstellt: 08.08.2018, 16:56 Uhr

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