Turbenthal

Projekt Schlossguet verzögert sich weiter

Eine Abstimmung über die Zukunft der leerstehenden Scheune im Ortskern von Turbenthal findet frühestens nächstes Jahr statt. Der Gemeinderat ist nach wie vor auf der Suche nach einer neuen Trägerschaft.

Das Schlossgguet sucht nach wie vor eine Trägerschaft.

Das Schlossgguet sucht nach wie vor eine Trägerschaft. Bild: mad

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Die Suche nach einer neuen Trägerschaft für das Schlossguet ist offenbar schwieriger als angenommen. Denn nach wie vor ist völlig offen, wie es mit der leerstehenden Scheune an prominenter Lage weitergeht: «Leider sind wir nicht soweit, dass wir konkrete Ergebnisse aufzeigen können», schreibt Gemeinderätin Katharina Fenner auf Anfrage.

«Leider sind wir nicht soweit, dass wir konkrete Ergebnisse aufzeigen können»

Bereits im vergangenen November hatte der Gemeinderat ein bis dahin geplantes Leuchtturmprojekt gestoppt, da es an Unterstützung des Kantons fehlte. Rund 7,5 Millionen Franken hätte es gekostet, in der Scheune einen neuen Begegnungsort mit Bibliothek, Kultur und einem Informationszentrum einzurichten.

Die Pläne waren schon relativ weit gediehen. Digitale Visualisierungen zeigten auf, wie sich die baufällige Scheune in ein Bijou verwandelt hätte. Der Traum schien zum Greifen nah.  Bis im Sommer 2018 bekannt wurde, dass der kantonale Lotteriefonds ein solches Vorhaben nicht mit den erhofften drei Millionen Franken unterstützen würde, sondern wohl maximal mit 1,5 Millionen Franken. 

Verkauf kein Thema

Im vergangenen November verordnete der Gemeinderat in neuer Zusammensetzung deshalb einen Marschhalt. Bevor man weitere Massnahmen ergreife, müsse eine neue Trägerschaft für das Vorhaben bestimmt werden, teilte das Gremium damals mit.

Und weiter: «Erste Gespräche dazu haben stattgefunden und es wird in den nächsten Monaten geprüft, ob sich auf diesem Weg eine gute Lösungfür das Schlossguet finden lässt.» Der Gemeinderat rechnete damals damit, im zweiten Quartal 2019 einen konkreten Entscheid fassen zu können und die Bevölkerung über das weitere Vorgehen zu informieren.

Inzwischen sind vier Monate vergangen und ein Ergebnis liegt weiterhin nicht vor. «Es ist sehr zeitaufwendig eine neue Trägerschaft zu finden», schreibt Gemeinderätin Katharina Fenner weiter. Das habe zur Folge, dass der Gemeinderat dem Turbenthaler Stimmvolk dieses Jahr noch kein Projekt zur Abstimmung vorlegen könne. Ein Verkauf des Gebäudes sei derzeit aber kein Thema.

Damit wird frühestens im Jahr 2020 ein Entscheid fallen, wie es mit der Scheune weitergeht. Das ist exakt 30 Jahre, nachdem die Gemeinde das Schlossguet für 1,2 Millionen Franken gekauft hatte. Ziel war damals, das denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten. Ein Ortsmusuem, kulturelle Veranstaltungen oder eine private Nutzung standen schon damals zur Diskussion.

Seither wurden verschiedene Lösungen diskutiert, aber immer wieder verworfen. Im Jahr 2007 lehnte die Gemeindeversammlung einen Verkauf ab. Im vergangenen  Jahr musste die Gemeinde die nördliche Aussenwand notfallmässig für rund 70000 Franken sanieren, damit sie nicht plötzlich zusammenkracht. 

Erstellt: 04.04.2019, 12:04 Uhr

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