Neftenbach

Rehe grasen Friedhof ab

Es ist nicht neu, dass Rehe auf Friedhöfen nach Nahrung suchen. Doch den Friedhof in Neftenbach trifft es gerade besonders heftig.

Offene Friedhofstore und Rosenknospen lockten die Rehe auf den Friedhof.

Offene Friedhofstore und Rosenknospen lockten die Rehe auf den Friedhof. Bild: Keystone

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Der Friedhof Steinmöri in Neftenbach leidet unter gestörter Grabesruhe, wie der «Stadi» berichtet. Hungrige Rehe fressen die Blüten vom Grabesschmuck weg, und Jugendliche nutzen den Bereich der Friedhofskapelle als Treffpunkt – und zum Kiffen.

Der Neftenbacher Leiter des Werkhofs, Reto Grob, bestätigt den Sachverhalt auf Nachfrage. Dass sich das Rotwild im Frühling und Herbst gern an Grabblumen gütlich tue, sei nicht neu. «Aber dieses Jahr haben die Rehe wirklich radikal alle Blüten abgefressen.» Man habe deshalb viele Reklamationen erhalten, sagt Grob.

«Die Rehe haben ­wirklich radikal alle Blüten abgefressen.»Reto Grob, 
Leiter Werkhof

Das Problem seien inzwischen behobene Mängel im Zaun und offen gelassene Friedhofstore gewesen. Dadurch fühle sich das Wild von Rosenknospen und Co. angelockt. «Wir nehmen das Problem ernst und suchen nach Lösungen», versichert Grob. Es sei wichtig, die Tore zu schliessen, nötigenfalls würden sie in Zukunft mit einem Schliessmechanismen ausgestattet.

Ruhiges Örtchen zum Kiffen

Eher ratlos ist man beim Thema Littering und Kiffen auf dem Friedhof. Er habe nichts dagegen, dass sich eine Handvoll junger Menschen hier regelmässig im Bereich der Kapelle aufhalte, sagt Grob, der dort auch schon Jugendliche beim Kiffen angetroffen hat. An dieser Ruhestätte, die vor allem älteren Menschen sehr viel bedeute, müsse man sich jedoch pietät- und rücksichtsvoll verhalten. «Wir werden alles dransetzen, dass dies auch so eingehalten wird.»

Solange Jugendliche dort nicht kiffen und nichts verschmutzen würden, seien sie auf dem Friedhof aber willkommen. «Jedes Dorf braucht seine Örtchen, wo man in Ruhe sitzen und sich austauschen kann.» (Der Landbote)

Erstellt: 20.05.2018, 09:46 Uhr

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