Neftenbach

Schüler schlägt Güllenalarm

Ein aufmerk­samer Mittelstufenschüler konnte heute Nachmittag verhindern, dass in Aesch eine grössere Menge Gülle in den Bach lief.

Schnell reagiert: Die Feuerwehr beim Einsatz in Aesch.

Schnell reagiert: Die Feuerwehr beim Einsatz in Aesch. Bild: Johanna Bossart

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Der Aufmerk­samkeit eines Schülers ist es zu verdanken, dass es heute in Aesch oberhalb des Schulhauses Heerenweg nicht zu einem schlimmeren Güllenunglück kam. Der Bub beobachtete am Mittag nach der Schule, wie Jauche in den Furtbach lief und meldete dies seinem Vater, der Mitglied der Feuerwehr Neftenbach ist. Dieser reagierte schnell und bot seine Kollegen auf.

«Durch das vorbildliche Verhalten des Schülers konnte grösserer Schaden abgewendet werden»

Die Feuerwehr konnte den Güllenaustritt schliesslich mit 25 Mann in einem vierstündigen Einsatz stoppen. «Wir haben die Gülle zum Glück bereits 50 Meter ab der Austrittstelle im Bach abfangen können», sagte Florian Färber der den Einsatz leitete. Die Feuerwehr errichtete drei Bachsperren und führte dem Bach laufend Frischwasser zu. Die Gülle ist augenscheinlich vom Feld durch einen Meteorschacht in den Bach geflossen. «Durch welchen Schacht, wissen wir aber noch nicht», sagte der stellvertretende Feuerwehrkommandant.

Ursache noch unbekannt

Es handelt sich schon um den dritten Güllenvorfall in den letzten drei Jahren am selben Ort. Über die genaue Ursache konnten heute weder die Kantonspolizei noch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft genauere Angaben machen. «Durch das vorbildliche Verhalten des Schülers konnte auf jeden Fall grösserer Schaden abgewendet werden», so Färber.

Der Vorfall gilt als Verstoss gegen das Gewässerschutzgesetz und als Offizialdelikt. Die Ermittlungen werden von der Polizei geführt und an die Staatsanwaltschaft Winterthur-Unterland weitergeleitet. (Der Landbote)

Erstellt: 29.09.2017, 17:32 Uhr

Die Gülle ist vom Feld durch einen solchen Meteorschacht in den Bach geflossen. (Bild: jb)

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