Elsau

Schürze an und ab an den Grill

Ein Mal im Jahr veranstaltet die Metzgerei Steiner in Elsau einen Grillkurs. Es wurde gelacht, getrunken, geschlemmt und natürlich grilliert.

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Gleich fünf verschiedene Gänge stehen beim diesjährigen Grillkurs auf dem Programm. Der Andrang ist gross. Knapp 30 Männer und eine Frau versammeln sich nach und nach im Hof der Metzgerei – Grillieren ist halt doch Männersache. Zum Apero gibts gleich die erste Überraschung: Spargeln im Speckmantel. Einige der Teilnehmer sind Stammkunden der Metzgerei Steiner, andere kamen, um zu lernen und ein paar wurden von ihren Frauen hergeschickt. Grilliert wird an fünf verschiedenen Grills. Als ersten Gang gibt es Schweins-Huftsteak vom Ringogrill und Fisch geräuchert mit dem Cactus Jack. Freiwillige dürfen Metzgermeister Michael Steiner zur Hand gehen. Die Begeisterung ist gross, Schürze an und ab an den Grill. Und Steiner unterstützt mit Tipps und Tricks: «Das Steak bis in die Hälfte grillieren, dann wenden, immer nur ein mal wenden. Und sobald es oben nass wird wegnehmen.»Als nächstes gibt es etwas ganz besonderes: beschwipste Pouletspiessli, eine Spezialität von Michi. Die Spiesse werden zuvor mit einer Flasche Schnäggliberger getumbelt. «Frauen haben einen Tumbler zum Wäsche trocknen, ich zum Fleisch massieren», erzählt Steiner. Zwischen den Gängen wird das Grillierte probiert. Dazu gibt es Wein aus der Region und natürlich viel Bier. An den Tischen werden Grillanekdoten erzählt und Fachwissen ausgetauscht.

Sogar Käsefondue vom Grill

Gang drei ist ein Highlight des Kurses. Über einem Feuer kann man gebratene Rindsmöckli in Käsefondue tauchen. Steiner baut die langen Fonduegabeln selber und hat auch die Käsemischung selbst gemacht. «Käsefondue beim Grillkurs. Auf so Ideen kommen auch nur wir Schweizer», witzelt ein Kursteilnehmer mit der Gabel in der Hand. Dazu gibt es Rinds-Huft gespickt mit Spargeln aus dem Kugelgrill. Dieser eignet sich auch als Ofen, erklärt Steiner. «Ich habe mit dem schon Pizza und Kuchen gebacken und sogar ein Spiegelei gebraten.»

«Frauen haben einen Tumbler zum Wäsche trocknen, ich zum Fleisch massieren.»Michael Steiner,  Metzgermeister

Immer noch stehen die meisten Männer um das Fondue herum, doch der vierte Gang mit Lammrückenfilet lässt nicht auf sich warten. Dazu gibt’s selbstgemachtes Ratatouille mit Grillgemüse. Die Teilnehmer haben grossen Hunger – und grossen Durst– mitgebracht und es wird fleissig nachgeschöpft und getrunken. Als letzten Fleischgang gibt es marinierte Kalbs-Brust und Rinds-Hals. «Beim Marinieren ist weniger mehr», erklärt Steiner und flambiert das Essen zusammen mit in Cognac eingelegten Zwetschgen. Auch das Dessert wird flambiert serviert. Die gefrorenen Himbeeren und Brombeeren aus dem Garten seiner Frau werden mit Orangenlikör übergossen und angezündet. Dazu gibt es Datteln und Feigen vom Grill, Vanilleglace und ein Glas Dessertwein. «Nach so viel Bier, Wein, Sc hnaps und Likör wird das mit dem Heimfahren noch so eine Glückssache», meint ein Kursteilnehmer. Und ein paar andere sind froh, dass sie sich fürs Velo entschieden haben. Auch nächstes Jahr wird es wieder einen Grillkurs mit vielen leckeren Spezialitäten, viel Alkohol und praktischen Grilltipps geben – und vielleicht trauen sich ja beim nächsten Mal ein paar Frauen mehr an den Grill. (Landbote)

Erstellt: 17.05.2017, 17:07 Uhr

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