Hagenbuch/Aadorf

Schulweg wird bald sicherer

Der Kantonsgrenze entlang wird bald ein neuer Rad- und Fussweg gebaut. Ein Augenschein bestätigt, wie notwendig das Vorhaben ist.

Ein Radfahrer bewegt sich hart am Strassenrand bei Egghof auf der Strecke von Aadorf nach Hagenbuch.

Ein Radfahrer bewegt sich hart am Strassenrand bei Egghof auf der Strecke von Aadorf nach Hagenbuch. Bild: Marc Dahinden

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Der Aadorfer Gemeindepräsident Mattias Küng wirkte letzten Donnerstag überrascht. Die Mitteilung des Zürcher Regierungsrats, dass der durchgehende Rad- und Fussweg zwischen Aadorf TG, Hagenbuch ZH und Häuslenen TG gebaut wird, hatte ihn noch nicht erreicht. In diesem Fall hat die Kommunikation zwischen Zürich und dem Thurgau nicht geklappt. Beim Radweg selbst sieht das anders aus.

Im Ortsinnern von Aadorf sind die Radwege gut ausgebaut. Doch kaum pedalt der Radfahrer über die Kantonsgrenze, hört der Radweg auf. Man findet sich mitten im Verkehrsstrom wieder. Rechts biegt der Radfahrer in die Aatalstrasse ab, kommt bald zum Schild Ende Geschwindigkeit 60. Von nun an brausen die Autos an ihm vorbei. Er hält sich dicht an den Strassenrand. Ab und zu weicht ein Fahrer nicht aus. Auf der Aatalstrasse fahren zudem viele Laster zu den Kieswerken und zu einer Lagerhalle. Dieser Strassenabschnitt ist der Schulweg für viele Kinder.

Eine neue Strasse

«Das Vorhaben besteht schon lange», sagt Küng. Geplant sei der Radweg seit 2004. Ab 2019 werde er konkret projektiert. Der gemächliche Fahrplan habe jedoch nichts damit zu tun, dass zwei Kantone am Projekt beteiligt sind. Diesen letzten Satz sagt Pascal Menzi, Projektleiter beim kantonalen Tiefbauamt Zürich. Im Gegenteil, die Zusammenarbeit mit Frauenfeld habe sogar sehr gut funktioniert: «Nur ist es eben ein hochkomplexes Vor­haben.» Der neue Weg wird laut Menzi neben der Fahrbahn gebaut. Fussgänger und Radfahrer sind durch einen Grünstreifen voneinander getrennt. «Faktisch bauen wir damit eine neue Strasse», sagt Menzi.

Bei jedem Strassenneubau, ob Radweg oder Autobahn, müssen eine ganze Reihe von Fragen geklärt werden. Sie betreffen den Naturschutz, die Gewässer und möglicherweise vorhandene Altlasten. An den Strassenabschnitten zwischen Aadorf und Hagenbuch mussten die Planer zudem Rücksicht auf den Kiesabbau gleich neben der Strasse nehmen sowie auf die Fruchtfolgeflächen der Bauern. «Ich war mit den verschiedensten Fachstellen ständig in Kontakt», sagt Menzi: «Es war ein spannendes Projekt.»

Aadorfer Interessen

Die komplexe Planungsarbeit schlägt sich in den Kosten nieder. Knapp sechs Millionen Franken sind für den Rad- und Fussweg vorgesehen. Er liegt zwar zum allergrössten Teil auf Zürcher Kantonsgebiet (siehe Karte). Dennoch trägt der Kanton Thurgau rund 30 Prozent der Kosten. Zu diesem Anteil steuert die Gemeinde Aadorf 250 000 Franken bei. Der neue Rad- und Fussweg kommt nämlich in erster Linie Schülern aus Häuslenen zugute. Ab dem 7. Schuljahr radeln sie aus diesem nördlichen Gemeindeteil nach Aadorf zum Unterricht. Der Weg der Hagenbucher Sekschüler nach Elgg wiederum führt zum grossen Teil über den schon bestehenden Radweg. Auf jeden Fall ist die Sicherheit der Schüler allen Beteiligten viel wert.

In Egghof beginn der Strassenabschnitt mit dem schon älteren Radweg. Der Radfahrer muss hier noch an einer unübersichtlichen Stelle die Fahrbahn überqueren. Dann rollt er einem kanalisierten Bach und Alleebäumen entlang in Richtung Hagenbuch. Das Fahrgefühl ist nun entspannt. Ab 2020 wird, nach neun Monaten Bauzeit, dieses Fahrgefühl auf der ganzen Strecke zu erleben sein. (Landbote)

Erstellt: 14.02.2018, 08:25 Uhr

(Bild: Quelle red/©swisstopo (JM100004), Grafik ak)

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