Elsau

Seinen Beruf wechselt er mit der Saison

Die Badi Niderwis wurde dieses Jahr mehr denn je besucht, dennoch schreibt das Schwimmbad ein Defizit. Der neue Bademeister Markus Rieter weiss warum.

Im Winterdienst schmückt der neue Badmeister den Christbaum vor dem Gemeindehaus in Elsau.

Im Winterdienst schmückt der neue Badmeister den Christbaum vor dem Gemeindehaus in Elsau. Bild: Madeleine Schoder

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Seit Oktober arbeitet Markus Rieter für die Gemeinde Elsau. Zur Zeit auf dem Bauamt, dort hilft er dem Werkhof beim Winterdienst. Doch diese Arbeit ist nur vorübergehend, denn im nächsten März wird er als neuer Bademeister am Beckenrand der Badi Niderwis stehen. Für Rieter ist es nicht der erste Job in einem Schwimmbad. Schon seit 20 Jahren arbeitet er als Bademeister. Zuletzt hatte er die Aufsicht im Säntispark in Abtwil. Nach dem grossen Freizeitbad freut sich Rieter nun auf den kleineren Betrieb in Elsau: «Das ist eher meine Schuhgrösse.» Im Vergleich zum Bad in der Ostschweiz sei es in Elsau viel persönlicher und weniger städtisch: «So hat man einen guten Kontakt zu den Gästen. Man lernt sich besser kennen.» Das ist Rieter besonders wichtig, da er auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingehen möchte.

Das Freibad Niderwis habe täglich deutlich weniger Besucher als der Säntispark, der allein schon acht verschiedene Rutschbahnen hat.

Defizit trotz Rekordzahlen

Dennoch war es ein hervorragender Sommer für den Badibetrieb in Elsau. 33 099 Besucher kamen über diese Saison. Nicht einmal im Hitzesommer 2003 waren es so viele. Damals besuchten rund 28 000 Gäste die Badi Niderwis. Trotz der guten Zahlen berichtet die Gemeinde über ein Defizit. Es werde sich um einen Betrag von über 100 000 Franken handeln, schreibt der Gemeinderat Elsau in einer Mitteilung. Die genauen Zahlen stehen allerdings noch nicht fest.

«Das ist eher  meine Schuhgrösse.»Markus Rieter

«Die Eintrittskosten sind sehr moderat», begründet Rieter das Defizit. Bei fast keinem der öffentlichen Bäder falle die Abrechnung positiv aus. Die Badi soll schliesslich für alle zugänglich sein. «Besonders Leute, die Ferien Zuhause machen, kommen zur Erholung ins Schwimmbad.»

Der Seebueb aus Romanshorn

Wenn der gelernte Elektromonteur nicht gerade mit Wasser in flüssiger Form arbeitet, dann eben in fester: «Wasser ist mein Element.» Während der letzten Winter hat er auf der Lenzerheide für die Bergbahnen gearbeitet. Nebenbei ist er auch selbst gerne Ski gefahren.

Rieter ist in Romanshorn am Bodensee aufgewachsen und bezeichnet sich selbst als «Seebueb». «Da war man natürlich viel im Wasser.» Darum sei es für ihn auch sehr naheliegend gewesen, sein Hobby zum Beruf zu machen. Auch in Romanshorn hatte er im Sommer die Badiaufsicht im Seebad.

Im Niderwis tritt er seine sechste Bademeisterstelle an und möchte in der nächsten Saison erst mal ankommen. «Die Grösse gefällt mir auf jeden Fall sehr gut.» Wie lange er im Niderwis für sicheres Gewässer sorgen wird, kann er noch nicht sagen: «Das wäre nichts als Wahrsagerei.»

Erstellt: 27.11.2018, 15:19 Uhr

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