Fahrplan

«Seuzi-Bus» erhält Unterstützung

Von 70 eingegangenen Begehren zum Fahrplan 2018 unterstützt die Regionale Verkehrskonferenz rund ein Drittel. Unter anderem spricht sie sich für den «Seuzi-Bus» aus.

Positiv beurteilte die Verkehrskonferenz das Anliegen «Seuzi-Bus». Die Linie 676 soll stündlich eine Schlaufe über Unter- und Oberohringen fahren.

Positiv beurteilte die Verkehrskonferenz das Anliegen «Seuzi-Bus». Die Linie 676 soll stündlich eine Schlaufe über Unter- und Oberohringen fahren. Bild: Symbolbild/Keystone

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Bis Ende März konnten sich die Gemeinden zum Fahrplan 2018/19 äussern. 70 Begehren reichten sie ein und die Regionale Verkehrskonferenz Stadt Winterthur und Umgebung beurteilte diese nun letzte Woche. «Es sind extrem wenige Begehren, wir haben mit viel mehr gerechnet», sagt Thomas Nideröst, Direktor Stadtbus Winterthur. Denn es ändere sich im Fahrplan 2018/2019 einiges bei SBB, ZVV und Stadtbus.

An der Verkehrskonferenz waren Vertreter aller 19 Gemeinden anwesend. Teilweise sei intensiv diskutiert worden, sagt Nideröst. Die Konferenz beurteilte 25 Begehren positiv und leitet sie zur Umsetzung oder vertieften Überprüfung an den ZVV weiter. «Wir sehen das als sehr gute Quote», sagt Nideröst. Die Zeit sei jedoch beschränkt, noch knapp zwei Wochen bleiben, um Anpassungen zu machen. «Eine komplett neue Linienführung würde beispielsweise schwierig.» Der definitive Beschluss des ZVV-Verkehrsrats wird noch vor den Sommerferien erwartet.

Mit Rekurs gedroht

In einem Fall will man es mit zusätzlicher Information versuchen: Für die geplante Postauto­linie 529 von Rorbas über Freienstein,Dättlikon nach Pfungen soll es am 6. Juni um 19.30 Uhr eine von der Gemeinde einberufene Informationsveranstaltung in Dättlikon geben. Der Dättliker Gemeinderat hatte mit einem Rekurs gedroht, sollte die Linie umgesetzt werden. Das, weil sich eine knappe Mehrheit der Einwohner nach einer Umfrage per Flugblatt dagegen ausgesprochen hatte. Gemeindepräsident Jürg Allenspach hatte erklärt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die heute bestehenden Verbindungen Richtung Pfungen und Neftenbach als besser empfinde. Die direkte Verbindung nach Neftenbach etwa würde nach Einführung der neuen Linie 529 wegfallen. Alexander Häne, Leiter Angebot bei der Postauto-Region Zürich, erklärt allerdings: «Die beiden Linien haben nichts miteinander zu tun. Es braucht sowieso ein neues Konzept.»

Zusätzliche Schlaufe geplant

Positiv beurteilte die Verkehrskonferenz das Anliegen «Seuzi-Bus». Die Linie 676 soll stündlich eine Schlaufe über Unter- und Oberohringen fahren. «Das ist seit Jahren ein Thema», sagt Häne. Ergänzend würde damit das Anliegen der Gemeinde Hettlingen erfüllt, besser mit Seuzach verknüpft zu sein. An der Konferenz hätten die beiden Begehren Unterstützung erhalten, sagt Häne. Gleichzeitig soll die Linie 676 den Halbstundentakt in Dägerlen behalten. Der Fahrplanentwurf sah dessen Aufhebung vor, weil das neue Konzept eine bessere Anbindung an den Bahnhof Hettlingen plant. Auch dieses Begehren reichte die Konferenz weiter an den Verkehrsrat.

Auch die Abendbedienung des Neftenbacher Ortsteils Riet soll der ZVV nochmals anschauen. Nach neuem Fahrplan wird Riet nach acht Uhr abends nicht mehr angefahren. «Durch die Empfehlung der Verkehrskonferenz erhält das Anliegen etwas mehr Gewicht», sagt Häne. Der Verkehrsrat werde aber das Kosten-Nutzen-Verhältnis genau abwägen.

Mehr Kurse für Schüler

Einige der Begehren hat Postauto bereits vor der Verkehrskonferenz positiv beurteilt. So etwa zusätzliche Schülerkurse in Altikon. Laut Häne ein «prototypischer Fall», die Gemeinde habe auch bereits konkrete Vorschläge gemacht, wann der Bus gebraucht würde. Er würde dann, statt in Ellikon an der Thur umzukehren, zusätzlich dreimal pro Tag bis nach Altikon fahren.

Ein ähnliches Anliegen kam aus der Gemeinde Schlatt, die sich wünscht, dass die halbstündlichen Verdichtungskurse der Linie 680 einige Male pro Tag von Elsau weiter nach Schlatt fahren. Auch sie begründet dies mit Schulbedürfnissen. «Wir probieren, das zu realisieren», sagt Häne.

Eine Testfahrt soll es demnächst in Hagenbuch geben, die Gemeinde möchte, dass die neue Linie 681 den Ortsteil Schneit ebenfalls abdeckt. «Wir schauen, ob die Zeit für die Schlaufe ausreicht», sagt Häne. Alles hänge von der Finanzierung und der Machbarkeit ab. (Landbote)

Erstellt: 23.05.2017, 08:46 Uhr

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