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Siebenmal Ja im Eilzugstempo

Die Stimmbürger in Zell bewilligen ohne lange Debatte neue Schulassistenzen, auch wenn diese jährlich kosten. Die übrigen Geschäfte waren an der Gemeindeversammlung ebenfalls rasch abgehandelt.

Die Stimmbürger in Zell haben alle Geschäfte an der Gemeindeversammlung vom Montagabend bewilligt.
Die Stimmbürger in Zell haben alle Geschäfte an der Gemeindeversammlung vom Montagabend bewilligt.
Heinz Diener

Klassenassistenzen gibt es in Zell schon länger. Die Erfahrungen mit diesen sind so gut, dass bald auch Schulassistenzen dazukommen sollen. Die 62 anwesenden Stimmberechtigten haben am Montagabend die dafür nötigen und jährlich wiederkehrenden Kosten von 95 000 Franken mit nur einer Gegenstimme genehmigt. Ebenfalls zugestimmt hat die Gemeindeversammlung im gleichen Zug weiteren 25 000 Franken für Zivildienstleistende. Auch diese sollen an Zeller Schulen neuerdings zum Einsatz kommen, um Lehrpersonen und Schüler zu unterstützen.Schulpräsident Andreas Vetsch konnte die Versammlung rasch überzeugen, indem er diverse Vorteile der Massnahmen aufzählte. Schulassistenzen auf der Kindergarten- und Primarschulstufe könnten schwierige Situationen rasch und unkompliziert entschärfen, sagte er. Denn diese seien im Vergleich zu Klassenassistenzen flexibler einsetzbar, da sie sich nicht nur auf einzelne Schüler konzentrieren müssen. Durch eine Festanstellung der Assistenzen sei zudem Kontinuität gewährleistet. «Sie werden Teil des Teams.» Vetsch erhofft sich, dass dadurch auffällige Schüler länger in den Klassen bleiben können und weniger Sonderschulkosten entstehen.

Eine ähnliche Wirkung soll der Einsatz von Zivildienstleistenden auf Sekundarstufe entfalten. Diese könnten etwa bei Schülerprojekten, Exkursionen oder im Schülerkafi mithelfen und Lehrpersonen entlasten.

Kollbrunn verdichten

Ein weiteres Thema an der Gemeindeversammlung war die Entwicklung des Zeller Ortsteils Kollbrunn. Das Gebiet verändert sich derzeit stark. Kein Wunder: Die Lage ist attraktiv, das Dorf profitiert von besseren Zugverbindungen nach Zürich ab Ende 2018. Damit kein baulicher Wildwuchs entsteht, hat der Gemeinderat zu einem strengen regulatorischen Mittel gegriffen: einer Planungszone im Ortskern. Ziel dabei ist es, beim Bahnhof eine platzähnliche Situation zu schaffen und das Zentrum zu stärken, indem es verdichtet wird. Das Vorhaben kommt gut an: Die Stimmberechtigten haben Planänderungen, die diese Ziele stützen, ohne Gegenstimmen gutgeheissen. Ebenfalls keine Gegenstimmen gab es zur Jahresrechnung 2016, die laut Gemeinde­präsident Martin Lüdin «erfreu­lich» ausfällt. Sie schliesst mit einem Plus von rund 1,4 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von 0,9 Millionen Franken. Auf eine Neubewertung des Verwaltungsvermögens bei der Umstellung auf das harmonisierte Rechnungsmodell 2 (HRM2) wird verzichtet. Und auch drei Kreditabrechnungen wurden an der Versammlung klar bewilligt.

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