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Soll Schulweg zu Einbahnstrasse werden?

Die Gemeinde will die Schulstrasse künftig zur Einbahnstrasse machen. An der Infoveranstaltung von gestern Abend fanden das nicht alle gut. Offen blieb auch, in welche Richtung die Strasse geschlossen werden sollte.

Einbahnstrasse für Autos und in beide Richtungen offen für Velofahrer soll die Schulstrasse künftig werden. Brenzlige Situationen sollen dadurch minimiert werden.
Einbahnstrasse für Autos und in beide Richtungen offen für Velofahrer soll die Schulstrasse künftig werden. Brenzlige Situationen sollen dadurch minimiert werden.
Johanna Bossart

Die Schulstrasse heisst nicht zufällig so. Sie ist für viele Neftenbacher Kinder der Schulweg. Ob zu Fuss, per Velo oder im Taxi Mama. Doch Autos geraten auf ihr teilweise in die Enge. Auf den etwa 100 Metern zwischen dem Zwischenweg und der alten Landi, in der heute eine Kindergartenklasse untergebracht ist, kommen zwei Fahrzeuge fast nicht aneinander vorbei. Im Alltag führt dies immer wieder zu prekären Verkehrssituationen, da Autos dabei aufs Trottoir ausweichen. Ein Gefahrenherd, den die Gemeinde auf einem Schulweg nicht länger dulden möchte. Auch an den Wochenenden, wenn es zu Veranstaltungen in der Auenrainhalle kommt, rollt der Verkehr durch die Schulstrasse und es wird laut den Gemeindeverantwortlichen auf der Schulstrasse wild parkiert.Weil nun exakt in diesem engen Abschnitt die Wasserleitung saniert werden muss, hat die Gemeinde dies zum Anlass genommen, das Verkehrskonzept zwischen Zwischenweg und Schulhaus Drei Linden zu überdenken. Demnach soll an dieser Stelle der Strassenraum aufgewertet werden. Vor allem aber soll der 200 Meter lange Abschnitt künftig zur Einbahnstrasse werden, wie es aus Bevölkerungskreisen bei früherer Gelegenheit schon gewünscht worden sei.

Das Vorhaben wurde der Bevölkerung gestern Abend an einer Infoveranstaltung vorgestellt. «Wir holen heute die allgemeine Meinung ab, danach wird sich der Gemeinderat entscheiden», sagte Werk- und Verkehrsvorsteherin Silvia Weidmann. Der Gemeinderat habe bewusst offengelassen, welche Fahrtrichtung offen bleiben soll: jene zum Zentrum (ostwärts) oder zum Schulhaus Drei Linden (westwärts). Je nachdem müssten Anwohner auf dem motorisierten Heimweg einen Umweg von 550 Metern respektive 1000 Metern in Kauf nehmen, um wieder an ihren Wohnort zurückzukehren.

Planer nahmen Bedenken auf

Weidmann erntete gestern für beide Varianten Bedenken. Viele Sympathien gab es aber im Saal auch für die Variante, gar kein Einbahnregime einzuführen. Stattdessen wurden etwa Verkehrskontrollen und ein Rückbau von Parkplätzen gefordert. Vorteile wurden im Falle einer Einbahnstrasse indessen für Schulkinder und Fussgänger darin gesehen, da das Trottoir dann breiter würde. Das Planungsbüro EWP Effretikon will nun die gestern erhaltenen Anregungen sammeln und «allenfalls einbeziehen», wie der anwesende Planer sagte. «Wir werden sie in den nächsten Wochen noch einmal intensiv mit dem Gemeinderat diskutieren.»

Die Bauarbeiten für den Wasserleitungsersatz und die Strassenaufwertung sollen am 11. September beginnen und Ende April 2018 enden. Im Zuge des neuen Verkehrsregimes will die Gemeinde auch auf dem oberen Abschnitt der Auenrainstrasse Tempo 30 einführen, wie Weidmann ferner sagte.

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