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Sorglos spielen und frische Luft einatmen

Sie kommen aus der Region Tschernobyl in Belarus und erholen sich hier einen Monat lang in Gastfamilien von der Radioaktivität.

«Die Schweiz ist schön, aber anders», finden Angelina (links), Andrej, Dolmetscherin Olga Nesterovich, Julia und Maxim. Sie waren gestern mit ihren Kameraden bei Pfarrer Andreas Goerlich zum Spielen eingeladen.
«Die Schweiz ist schön, aber anders», finden Angelina (links), Andrej, Dolmetscherin Olga Nesterovich, Julia und Maxim. Sie waren gestern mit ihren Kameraden bei Pfarrer Andreas Goerlich zum Spielen eingeladen.
Melanie Duchene

Julia und Maxim kennen sich schon lange. Die beiden weissrussischen Kinder gehen in ihrer Heimat in dieselbe Schule. Für vier Wochen haben sie nun ihr vertrautes Umfeld gegen eine komplett andere Lebenswelt ausgetauscht: Die 14-Jährige lebt in einer Gastfamilie in Brüttisellen und Maxim in Embrach.

Der Zehnjährige leidet etwas unter Heimweh, wie er gesteht. Doch sein Gesicht hellt sich sofort wieder auf, als er erzählt, dass er mit dem gleichaltrigen Sohn seiner Schweizer Familie Fussball spielen und mit ins Juniorentraining gehen darf. Heimweh ist bei seiner vier Jahre älteren Schulkameradin kein Thema. «Ich finde es gut, einmal nicht verstrahlte Luft einatmen zu können», sagt Julia mit ernstem Gesicht. Aus diesem Grund esse sie in der Schweiz viel Gemüse. «Bei uns geht das nicht, weil alles, was angebaut wird, verstrahlt ist.» Den älteren der 31 Ferienkinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, die momentan auf Einladung des Vereins Tschernobylhilfe Hardwald in der Schweiz Ferien machen können, ist die Problematik ihres «verstrahlten» Lebens in Belarus bewusst (vgl. Box).

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