Zell

«Stellt doch einen Schnägg auf!»

Für die Gestaltung des Kreisels in Kollbrunn sind 62 Vorschläge eingegangen. Ein Sujet kommt besonders oft vor: Das Zeller Wappentier.

Auf der Kreuzung Tösstalstrasse-Weisslingerstrasse im Zeller Ortsteil Kollbrunn ist ein Kreisel geplant.

Auf der Kreuzung Tösstalstrasse-Weisslingerstrasse im Zeller Ortsteil Kollbrunn ist ein Kreisel geplant. Bild: Archiv / hd

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Mit einem solchen Rücklauf hatte Gemeinderat Bruno Vollmer nicht gerechnet: Für die Gestaltung des geplanten Kreisels auf der Tösstalstrasse in Kollbrunn sind zahlreiche Ideen aus der Bevölkerung eingegangen. Der Gemeinderat hatte Anfang Juli einen Wettbewerb lanciert, um einen Kreisel zu schaffen, mit dem sich die Bevölkerung identifizieren kann.

Ende September ist die Frist abgelaufen. Eine Arbeitsgruppe hat inzwischen 62 eingegangene Vorschläge geprüft und ausgewertet. Die drei ersten Projekte werden zwar erst am Neujahrsbrunch am 2. Januar feierlich enthüllt. Vollmer gibt dennoch jetzt schon erste Einblicke, in welche Richtung es gehen könnte.

Denn es geht nicht um irgendeinen Kreisel. Die Kreuzung mit Abzweigern Richtung Weisslingen und über Kollbrunn Richtung Schlatt und Elgg ist viel befahren und gilt als Unfallschwerpunkt.

Für Autofahrer könnte der neue Kreisel an dieser prominenten Lage zu einer Art Eingangstor ins Tösstal werden. Tatsächlich haben einige aus der Bevölkerung diese Idee in ihre Vorschläge aufgenommen, wie Vollmer sagt.

Private, Schüler, Künstler

Am häufigsten sei aber ein anderes Sujet aufgetaucht: die Schnecke und damit das Zeller Wappentier. Jemand habe kurz und knapp per Mail gefordert: «Stellt doch einen Schnägg auf!» Andere Vorschläge seien sehr detailliert gewesen. «Es waren viele schöne Sachen darunter, ein bunter Strauss.

«Die Auswahl war sehr schwierig.»Bruno Vollmer, 
Gemeinderat

Die Auswahl war sehr schwierig», sagt Bruno Vollmer, der die Arbeitsgruppe leitet. So hätten Schulklassen Projekte eingereicht, Künstler, Privatpersonen, vereinzelt auch mit Unterstützung von Architekturbüros. Eine Mehrheit der Ideen kommt aus der Gemeinde Zell, aber auch Auswärtige hätten Vorschläge eingereicht.

Die Arbeitsgruppe bewertete die Projekte nach festgelegten Kriterien, etwa wie stark der Lokalbezug ist. Dies ohne die Absender zu kennen. Damit das Ergebnis möglichst breit abgestützt ist, sitzen in der Arbeitsgruppe mit Thedi Röschli und Andrea Hebeisen zwei Kollbrunner, die schon mehrere Jahrzehnte im Ort wohnen.

Mit dabei ist auch Gemeindepräsident Martin Lüdin. Einen Tag lang werteten sie die eingereichten Projekte aus und kürten in einem ersten Schritt die ersten sechs Projekte. Die Absender dieser sechs Vorschläge wurden zu Gesprächen eingeladen.

Ein weiterer Faktor bei der Bewertung waren die Kosten. Wie hoch das Budget genau ist, will Vollmer noch nicht sagen. «Es ist aber kein Vorschlag darunter, der den Rahmen komplett sprengt.»

Die drei Siegerprojekte werden nun noch detaillierter geprüft, etwa auf ihre Machbarkeit, dies auch zusammen mit dem Kanton, damit die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Zwei dieser Projekte seien aus der Gemeinde, eines von auswärts.

Baustart April 2018

Die Bauarbeiten für den Kreisel beginnen nächstes Jahr im April. Im Ortskern von Kollbrunn wird aber schon länger gearbeitet. Auf der Dorfstrasse wurde eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Dank künstlicher Einengungen und Verkehrselementen soll der Schleichverkehr möglichst verhindert werden.

Erstellt: 22.11.2017, 15:56 Uhr

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