Wila

Steuerfusserhöhung wird bekämpft

Die SVP Wila will den Voranschlag der Gemeinde zurückweisen. Das wird an der Gemeindeversammlung zu Diskussionen führen.

Quo vadis Wila? Der Gemeinderat beantragt eine Steuerfusserhöhung, die auf Widerstand stösst.

Quo vadis Wila? Der Gemeinderat beantragt eine Steuerfusserhöhung, die auf Widerstand stösst.

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Wila schreibt rote Zahlen. Für das Jahr 2018 rechnet die Gemeinde mit einem Defizit von 725 000 Franken. Dies nachdem auch 2017 mit einem Minus enden wird. Der Gemeinderat beantrag daher eine Steuerfusserhöhung von 124 Prozent auf 131 Prozentpunkte. Diese 131 Prozent sind eine Schlüsselzahl. So viele Steuerprozente sind gesetzlich vorgeschrieben, wenn eine Gemeinde Gelder aus dem Individuellen Sonderlastenausgleich des Kantons (Isola) beantragen will.

«Am Ende ist die Rechnung immer besser als der Voranschlag.»Martin Furrer, 
Präsident SVP Wila

Die SVP Wila bekämpft die Steuerfusserhöhung. Sie wird an der Gemeindeversammlung den Antrag stellen, den Voranschlag 2018 mitsamt Steuerfusserhöhung abzulehnen. Vor dem Hintergrund roter Zahlen wird dieser Antrag in der Gemeindeversammlung wohl zu mehr Diskussionen führen als üblich .

«Es wird meistens zu pessimistisch gerechnet, sagt Martin Furrer, Präsident der lokalen SVP. «am Ende ist die Rechnung immer besser als der Voranschlag.» Nach Furrer gibt es durchaus Sparpotenzial in der Gemeinde. Er kritisiert vor allem die Investitionsrechnung. Darin ist eine Strassensanierung im Bereich Jakobsbrunner/Aegetswiler/Tablatstrasse aufgeführt. Zudem will die Gemeinde neue Fahrzeuge anschaffen.

Investitionen senken

Er habe von Anwohnern gehört, dass man die Strassensanierung weniger aufwändig gestalten könne, sagt Furrer. Und man solle vorderhand noch die alten Fahrzeuge behalten. «Am meisten aber stört die SVP, dass die Steuerfusserhöhung auf Vorrat erfolgt», sagt Furrer. Man könne immer noch im Jahresverlauf einen Isolabeitrag beantragen und für das Jahr 2019 den Steuerfuss auf 131 Prozent anheben.

Grundsätzlich stimme das, sagt Heinz Montanari vom Gemeindeamt des Kantons Zürich: «Dennoch ist es sinnvoll, dass die Gemeinde mit dem Budget 2018 rechtzeitig die Grundlagen schafft, um einen Isola-Beitrag 2018 zu beantragen. Konkret, dass sie den Steuerfuss auf 131 Prozent anhebt.»

Wenn man einen Antrag für Isola während des Jahres einreiche, so Montanari, entstehe ein Problem. Der Steuerfuss müsste in diesem Fall frühzeitig für das Jahr 2019 auf 131 Prozent erhöht werde. «Die entsprechende Entscheidung muss im Spätsommer 2018 fallen. Dannzumal ist das Jahresergebnis 2018 aber noch schwer abschätzbar», sagt Montanari.

(Der Landbote)

Erstellt: 06.12.2017, 12:00 Uhr

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