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Trotz Blockade gute Stimmung im isolierten Tal

Aufgrund eines Steinschlags ist die Strasse nach Avers derzeit gesperrt. Die dort weilende Seuzacher Gruppe erhielt heute Besuch.

Das bündnerische Avers ist wegen eines Steinschlags derzeit von der Aussenwelt abgeschnitten.
Das bündnerische Avers ist wegen eines Steinschlags derzeit von der Aussenwelt abgeschnitten.
Keystone

Wegen eines massiven Steinschlags ist die Strasse ins Bündner Bergtal Avers seit Montag gesperrt. Das bleibt voraussichtlich bis kommenden Dienstag so, wie die Bündner Gemeinde auf ihrer Webseite schreibt. Um aus dem Tal herauszukommen, gibt es zweimal pro Tag einen Helikopter-Shuttle. Und Wanderwege führen aus dem Dorf

Die Situation des Abgeschnittenseins ist für die Bevölkerung des Hochtals, in dem von Campsut bis Juf (2126 Meter über Meer) gegen 180 Personen leben, nicht aussergewöhnlich. Die Kantonsstrasse zwischen Innerferrera und Campsut ist auch im Winter bisweilen zu.

Tourismus und Gewerbe

Bei der Seuzemer Gruppe, die momentan in Seuzachs Partnergemeinde Avers weilt, ist die Stimmung keineswegs getrübt. «Uns geht es tipptopp, wir sind von der Blockade ja nicht betroffen», versicherte Martin Tanner, ein Mitglied der Gruppe, heute Vormittag.

«Uns geht es tipptopp, wir sind von der Blockade nicht betroffen»

Anders sei das für den Tourismus und das Gewerbe, die stark eingeschränkt seien. Die Gruppe aus Seuzach ist mittlerweile von acht auf vier geschrumpft. «Einige mussten wieder nach Hause und die Ablösung kam nicht.»

Die Seuzacherinnen und Seuzacher weilen in Avers, um unter Anleitung aus einem Findling einen Brunnen herzustellen. Er soll dann beim Mehlhüsli in Seuzach aufgestellt werden, das der Gemeinde und Bevölkerung als Eventhäuschen und Sitzungsraum dient.

Neben Tanner waren heute noch die Gemeinderäte Marcel Fritz und Peter Fritschi mit Gattin Monika Fritschi in Avers. Gemeindepräsidentin Katharina Weibel zeigte sich unbeeindruckt vom Steinschlag. Sie fuhr heute mit dem Privatauto nach Innerferrera, der Nachbargemeinde, um von dort zu Fuss nach Avers zu wandern. «Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden», sagte sie.

Weibel hätte auch für 40 Franken den Helikopter-Shuttle nutzen können. «Der käme für mich nur bei ausserordentlichen Pflichten in Frage», winkte die sportliche Gemeindepräsidentin ab, die von ihren Seuzacher Gemeindeleuten am Abend mit Älplermakronen bekocht wurde. Eingeladen waren auch rund 15 Averserinnen und Averser.

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