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Urteil nach Tötung von Elgg: Jugendlicher erhält 3,5 Jahre

Im Juni 2013 hat ein 16-Jähriger seinen Bruder erschlagen. Nun liegt das Urteil vor.
Im Juni 2013 hat ein 16-Jähriger seinen Bruder erschlagen. Nun liegt das Urteil vor.
Marc Dahinden

Ein Jugendlicher aus Elgg ist der vorsätzlichen Tötung seines Bruders schuldig gesprochen worden, wie das Jugendgericht Winterthur gestern mitteilte. Der Angeklagte wird mit 3,5 Jahren Freiheitsentzug bestraft, die Maximalstrafe bei Jugendlichen beträgt vier Jahre. Der Verurteilte befindet sich zurzeit jedoch nicht im Gefängnis, sondern in einer Erziehungseinrichtung. Denn das Gericht hat die Strafe zugunsten einer Unterbringung und Behandlung aufgeschoben. Das Urteil wurde bereits am 7. Mai gefällt. Der Prozess hatte unter Ausschluss von Medien und Öffentlichkeit stattgefunden. Aus Rücksicht auf die Angehörigen des Opfers gibt das Gericht über den Prozess keine weiteren Informationen bekannt. Im Juni 2013 hat der damals 16-jährige Sek-A-Schüler seinen 22-jährigen Bruder mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen. Das Opfer wurde im Treppenhaus des gemeinsamen Elternhauses gefunden. Einige Stunden nach dem Vorfall verhaftete die Polizei den Täter in der Stadt Zürich. Er verbrachte daraufhin mehrere Wochen in Untersuchungshaft, bevor er im Rahmen einer vorsorglichen Schutzmassnahme in einer Institution untergebracht wurde. Eine Zeit lang kursierte die Theorie einer Notwehrsituation, diese war nun im Prozess kein Thema mehr. Das Motiv ist nach wie vor nicht bekannt. Gegen das Urteil hat die Verteidigung Berufung eingelegt.

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