Illnau-Effretikon

Ustermer Bäckerei expandiert nach Illnau

Die Dorfbäckerei Nüssli in Illnau erhält Konkurrenz: Die Firma Vuaillat aus Uster will beim Bahnhof eine Filiale eröffnen.

Die Bäckerei und das Café sind von der Stationsstrasse unweit des Bahnhofes her zugänglich.

Die Bäckerei und das Café sind von der Stationsstrasse unweit des Bahnhofes her zugänglich. Bild: Madeleine Schoder

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Ab Herbst wird es in Illnau eine zweite Bäckerei-Konditorei geben – wenn alles nach Plan läuft. Es ist die Ustermer Bäckerei Vuaillat, die für ihre Sauerteigbrote bekannt ist.

Das Gesuch für eine Umnutzung liegt noch bis am 19. Juli auf der Verwaltung im Stadthaus auf. Wenige Meter entfernt hat sich im vergangenen Jahr ausserdem die Biber-Manufaktur Leibacher mit einem Teil der Produktion niedergelassen.

Verkaufsladen und Café

Vuaillat plant einen Verkaufsladen und ein kleines Café mit 22 Sitzplätzen. Herstellen werde man die Brote aber weiterhin in Uster, sagt Inhaber Martin Mayer, zumindest vorerst. Der Illnauer ist davon überzeugt, dass es im Dorf Platz für eine weitere Bäckerei hat. «Der Bedarf ist da», sagt er. Vor allem, wenn man bedenke, dass es in Effretikon nur noch eine Bäckerei gibt, in einer Stadt mit 17 000 Einwohnern.

Mayer investiert rund 50 000 Franken in die neue Filiale. Umbauten muss er keine vornehmen, denn er zieht in ein bestehendes Gebäude der Überbauung Station Illnau. Die Kunden haben vom Bahnhof und der Stationsstrasse her einen direkten Zugang. Laut Baugesuch wird es auch vier Kundenparkplätze geben. «Es ist für mich eine Art Pop-up-Store», sagt Mayer.

«Vielleicht kann ich später noch mehr investieren.»Martin Mayer

Mit relativ wenigen Mitteln wolle er den Versuch wagen und schauen, wie das Angebot ankomme. «Und dann vielleicht später noch mehr investieren.» Seine Mittel seien beschränkt. «Wir sind keine Bäckerei Steiner», sagt er und zieht den Vegleich mit der viel grösseren Oberländer Firma.

Der gelernte Bäcker verbrachte einige Zeit in Neuseeland, wo er das Backen mit Sauerteig kennen lernte. «Es ist nicht das Sauerteigbrot, das man etwa aus Deutschland kennt», sagt er. Er biete zehn verschiedene Sorten an, «und bei einigen merkt man von der Säure kaum etwas».

Das Brot schmecke gut, sei leicht verdaulich und lange haltbar. Statt kommerziell hergestellter Hefe verwendet der Bäcker eine Kultur aus Mehl und Wasser, die von natürlichen Hefebakterien befallen ist. Der Teig fermentiert während mehrerer Tage. Die Brote bräuchten bis zu 48 Stunden, bis sie fertig produziert seien, sagt Mayer. Während dieser Zeit wird die Stärke abgebaut, der Körper kann das Endprodukt besser aufnehmen.

Mayer hat die Bäckerei Vuaillat in Uster im Jahr 2016 übernommen. Diese hat dort eine lange Tradition. Vor 150 Jahren eröffnete sie erstmals unter dem Namen «Denzler» an der Seestrasse.

«Keine Freude an Konkurrenz

Hansueli Nüssli, der die gleichnamige Dorfbäckerei an der Usterstrasse in Illnau führt, hat keine Freude an der Konkurrenz, wie er sagt. «Wir nehmen sie zur Kenntnis.»

Einen weiteren Kommentar wolle er nicht abgeben. Er und seine Frau Doris betreiben das Geschäft seit 1999.

(Der Landbote)

Erstellt: 10.07.2018, 16:04 Uhr

Martin Mayer eröffnet in Illnau eine Bäckerei.

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