Elsau

Verein baut Tribüne und Promis helfen

Der FC Räterschen braucht neue Materialräume und beschloss, gleich noch eine kleine Tribüne zu bauen. Unterstützt wird der Verein von sportlicher Prominenz.

Beim Bau der neuen Materialräume und einer kleinen Tribüne, legten die Mitglieder des FC Räterschen selber Hand an.

Beim Bau der neuen Materialräume und einer kleinen Tribüne, legten die Mitglieder des FC Räterschen selber Hand an. Bild: zVg

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Zwei «abbruchreife Materialräume» hatte der FC Räterschen bis jetzt zur Verfügung. «Beim einen fehlte die Tür und überall war Chaos», sagt Thomas Schönenberger, beim Verein zuständig für Sponsoring und Merchandising. Die Mitgliederzahlen sind erfreulich, sie steigen tendenziell – und damit auch das benötigte Material. Man habe dann beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, und die Räume auszubessern, erzählt Schönenberger. Aber ein Mitglied, selbst Zimmermann, warf in die Runde: «Macht nicht so einen Seich, sondern etwas Richtiges.» Dessen Arbeitgeber habe dann sogar grosszügig kostenloses Holz in Aussicht gestellt. Die Gelegenheit wollte man sich beim FC nicht entgehen lassen. Das neue Projekt sah mehr Raum für Material vor und zusätzlich kam die Idee auf, die Vorderseite mit Sitzen zu bestücken und eine kleine Tribüne daraus zu bauen. Kostenpunkt: 120 000 Franken. «Wir bekommen kein Geld von der Gemeinde, sondern finanzieren alles selbst», sagt Schönenberger.

Stars über Facebook gefunden

Dazu verschickte er unter anderem Postkarten an Unternehmen in der Gegend, an die Einwohner von Elsau und an alle Vereinsmitglieder. Aber auch Social Media bezog er mit ein, denn der Verein wünschte sich prominente Beteiligung. «Das läuft erstaunlicherweise richtig gut», sagt Schönenberger. So hätten etwa Andy Egli, ehemaliger Spieler der Nationalmannschaft, und der Motorradrennfahrer Dominique Aegerter zugesagt. Wer mehr als 200 Franken bezahlt, dessen Name wird in der Tribüne verewigt. «Und zwar nicht einfach eine kleine Plakette, sondern 30 Zentimeter gross», sagt Schönenberger. Zuerst habe man sich überlegt, Sitze zu verkaufen. Aber die kleine Tribüne habe nur 100 Sitzplätze. Schon jetzt haben 130 Personen mindestens 200 Franken zugesagt.

Viel Eigenleistung

Rund 35 000 Franken an Spenden habe er bereits zusammen, sagt Schönenberger. Ein Hauptsponsor ist auch gefunden, aber der Vertrag noch nicht unterschrieben: «Ich verrate also noch nicht, wer es ist.» Ein gutes Drittel der Kosten wird von Swisslos bezahlt. Dafür ist allerdings Eigenleistung nötig. 500 Stunden müssen die Vereinsmitglieder investieren. «Das haben wir schon lange erreicht», sagt Schönenberger.

Denn den grössten Teil der Konstruktion baut der Verein selbst zusammen. Mehrere Wochenenden investieren sie in einer Halle in Oberwinterthur. «Es helfen zwischen 50 und 60 Personen mit.» Lediglich das Fundament habe man in Auftrag gegeben. «Die Tribüne soll ja gerade stehen.» Die Aufrichte feiert der FC Räterschen am Samstag, 12. August. (Der Landbote)

Erstellt: 01.08.2017, 17:34 Uhr

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