Zum Hauptinhalt springen

Vergiftete Tiere: Kantonsrat warnt vor schwelender Gefahr

Die kürzlich verendeten 250 Milch­schafe starben definitiv an Botulinumtoxin, das wegen Kadavern im Futter entsteht. Ein SVP-Kantonsrat fordert jetzt Massnahmen und Hilfe.

250 Schafe verendeten auf diesem Hof in Uesslingen an Botulismus. Grund für die Vergiftung war vermutlich ein Kadaver im Tierfutter.
250 Schafe verendeten auf diesem Hof in Uesslingen an Botulismus. Grund für die Vergiftung war vermutlich ein Kadaver im Tierfutter.
Enzo Lopardo

Zuerst ein stark gestörtes Verhalten der Tiere, dann Lähmungen, Speicheln, Atemnot und schliesslich ein qualvoller Tod in wenigen bis maximal 24 Stunden. 250 Milchschafe verendeten auf diese grauenvolle Weise vergangenen Juni im thurgauischen Uesslingen-Buch, unmittelbar an der Zürcher Kantonsgrenze.Erste Untersuchungen im Universitätsspital Zürich ergaben einen hochgradigen Verdacht auf Botulismus. Ein Speziallabor im deutschen Göttingen hat nun definitiv Botulinumtoxin in den Leberproben nachgewiesen, wie das Thurgauer Veterinäramt gestern mitteilte. Das Nervengift – das in der Schönheitschirurgie gegen Falten verwendet wird – entsteht bei der Verwesung von Tieren. Es ist davon auszugehen, dass ein Kadaver im Schaffutter gelandet war.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.