Elgg

Viele Kandidaten für das neue Elgg

Seit gestern sind die Wahlvorschläge für die neue Gemeinde Elgg bekannt. In mehreren Behörden kommt es voraussichtlich zu Kampfwahlen. Die Präsidien aber sind bisher unbestritten.

Am 24. September wählen die Elgger und Hofstetter neue Behörden, die die fusionierte Gemeinde Elgg ab 1. Januar 2018 führen werden.

Am 24. September wählen die Elgger und Hofstetter neue Behörden, die die fusionierte Gemeinde Elgg ab 1. Januar 2018 führen werden. Bild: Marc Dahinden

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Wenn man etwas anteige, soll man es auch durchziehen, sagte Christoph Ziegler, Elgger Gemeindepräsident im Januar. Kurz zuvor hatte sich die Bevölkerung für eine Fusion von Elgg und Hofstetten ausgesprochen. Er werde sich wieder zur Wahl stellen. Gestern lief die erste Frist für Wahlvorschläge für die fusionierte Gemeinde Elgg ab und Ziegler hat Wort gehalten: «Wenn ich das Gefühl gehabt hätte, ein umstrittener Präsident zu sein, hätte ich es mir vielleicht nochmals überlegt», sagt er. Die Situation sei eine Besondere, die Fusion werde 2018 nicht fertig umgesetzt sein, sondern die Behörden noch einige Zeit begleiten. «Es ist gut, wenn dafür etwas Wissen im Gemeinderat erhalten bleibt.»

«Aderlass» für Elgg

Vor allem auch, da sich am 24. September nebst Ziegler lediglich zwei andere bisherige Elgger Gemeinderäte zur Wiederwahl stellen: Gesundheitsvorsteherin Ruth Büchi-Vögeli und Finanzvorsteher Andreas Kron. Ziegler bezeichnet das als «Aderlass für Elgg», findet aber auch: «Man muss etwas Platz haben für Hofstetter und auch für neue Mitglieder aus Elgg.» Eine Überraschung sei es nicht, man habe sich im Elgger Gemeinderat bezüglich der Wahlen abgesprochen.

Auch Roger Gerber, Hofstetter Gemeindepräsident, versprach bereits im Januar, sich wieder zur Verfügung zu stellen. Das neue Gemeindepräsidium macht er Ziegler jedoch nicht streitig: «Wir haben ein Gentlemen’s Agreement.» Nebst Gerber bewirbt sich aus Hofstetten nur noch Daniel Hungerbühler als Gemeinderat für das neue Elgg, er war bisher für Gesundheit, Entsorgung und Verkehr zuständig. «Ich bin sicher, dass man uns Hofstetter und das Wissen, das wir mitbringen, mit offenen Armen empfängt», sagt Gerber.

Zusätzlich zu den drei bisherigen Elggern und zwei bisherigen Hofstettern treten drei neue Elgger um einen Sitz im Gemeinderat an (siehe Box). Mit acht Kandidaten für sieben Sitze kommt es also voraussichtlich zur Kampfwahl – unter dem Vorbehalt, dass sich während der zweiten gesetzlichen Frist, die bis am 3. Juli dauert, niemand zurückzieht.

Eine ähnliche Ausgangslage zeigt sich bei der Primarschulpflege: Auch hier haben sich auf sieben Sitze bereits acht Kandidaten gemeldet. Darunter zwei Hofstetterinnen, eine bisherige, eine neue. Das Präsidium wird nicht angefochten, es stellt sich die bisherige Elgger Präsidentin Monika Brühwiler zur Wahl. Auch sie hatte das bereits angekündigt.

Kampfwahlen wird es auch um die je vier Sitze in der Sozialbehörde und der Kommission Technische Betriebe geben. In ersterer treten fünf Elgger gegeneinander an, in zweiterer fordert der bisherige Hofstetter Werkvorsteher Andreas Zwicky die vier bisherigen Elgger Mitglieder heraus. In der Gesundheitsbehörde geht es mit zwei Kandidaten für zwei Sitze bis jetzt auf, in der neuen Rechnungsprüfungskommission fehlt noch ein Bewerber und ein Präsident, damit sie vollständig ist. (Der Landbote)

Erstellt: 26.06.2017, 17:57 Uhr

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